Berlinale: Programm


Filmdatenblatt

Retrospektive

Flesh and the Devil

Es war

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Der Militärkadett Leo von Harden lernt auf einem Heimaturlaub die verheiratete Felicitas von Rhaden kennen und beginnt ein Liebesverhältnis mit ihr. Als Felicitas’ Ehemann das Paar in flagranti ertappt, kommt es zum Duell, vorgeblich wegen eines Streits am Spieltisch. Beim Schusswechsel tötet Leo den Gatten. Um Gras über die Sache wachsen zu lassen, geht er in die Kolonien. Als Leo zurückkehrt, ist Felicitas mit seinem Jugendfreund Ulrich verheiratet, der von der Liebe der beiden nichts ahnt … Eine Aura aus Licht umgibt Greta Garbo von Anfang an, auch – und erst recht – im Schatten. Als ihr Partner John Gilbert im dunklen Garten ein Streichholz entzündet, um ihr Feuer zu geben, wird die Flamme zum erotischen Fanal, hervorgerufen durch eine Glühbirne in Gilberts geöffneter Hand. In Nahaufnahmen wie diesen, durchgesetzt und entwickelt von Greta Garbos ständigem Kameramann William Daniels, der in ihrem ersten gemeinsamen Film „die Göttliche“ überhaupt erst erschaffen hatte, modelliert das Licht viel stärker als das mimetische Spiel alle Gefühlsregungen auf dem makellos strahlenden Gesicht des weiblichen Stars. Auf diese Weise wird es zur idealen Projektionsfläche, auch weil das männliche Gesicht im Schatten verbleibt.

USA 1926, 117 Min

von

Clarence Brown

mit

Greta Garbo
John Gilbert
Lars Hanson