Berlinale: Programm


Filmdatenblatt

Generation

ärtico

arctic

arktisch

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Von Arbeit gezeichnete Hände klopfen einen traditionellen spanischen Rhythmus auf den Tisch. Welchem Takt folgt die Welt? Alte Riten und modernes Leben haben sich längst vermengt. Für junge Leute ist es besonders schwer, ihren Platz zu finden.
Simón – Nadel in der Augenbraue und Stecker im Ohr – ist schon mit sechzehn Jahren Vater geworden und lebt mit Frau und Kind bei seinen Eltern. Geregelte Arbeit findet er nicht, die Stimmung zu Hause ist schlecht, und manchmal züchtigt ihn sein Vater mit dem Gürtel. Mit seinem Freund Jota vertreibt er sich den Tag. Sie ziehen andere auf dem Schulhof ab, stehlen Vieh und lassen sich mit Gangstern ein. Jotas Freundin Debi vertickt Kokain, ganz nebenher beim Babysitten im Park. Fröhlich ist das Paar selten. Debis ungewollte Schwangerschaft bringt etwas Hoffnung in Jotas Leben. Doch wo der Halt in einer echten Familie fehlt, ist für die junge Generation Zukunft kaum denkbar.
Ärtico ist der letzte Teil einer Trilogie über den Wert der Familie. In episodenhafter Abfolge, mit knappen Dialogen und statischer Kamera entfaltet der Film musikalisch durchkomponierte Stimmungsbilder zum Alltag spanischer Jugendlicher während der Wirtschaftskrise.

Spanien 2014, 78 Min

von

Gabri Velázquez

mit

Víctor García
Juanlu Sevillano
Débora Borges
Lucía Martínez
Alba Nieto