Berlinale: Pressemitteilungen


Pressemitteilungen 2013

Perspektive Deutsches Kino

01.10.2012:
Emily Atef Jurypräsidentin des „DFJW-Preis Dialogue en perspective“ / Junge Jury gesucht!

Das Deutsch-Französische Jugendwerk (DFJW), offizieller Partner der Berlinale, startet die Ausschreibung für die Jury des „DFJW-Preis Dialogue en perspective“ in der Sektion Perspektive Deutsches Kino.

Junge Filmliebhaberinnen und Filmliebhaber können sich ab sofort für die Jury des unabhängigen „DFJW-Preis Dialogue en perspective“ bewerben. Der vom Deutsch-Französischen Jugendwerk gestiftete und mit 5.000 € dotierte Preis wird bei den 63. Internationalen Filmfestspielen Berlin (7. - 17. Februar 2013) an einen Film aus der Sektion Perspektive Deutsches Kino verliehen.

Für die Jury des Preises werden drei deutsche und drei französische Cineasten sowie ein Jurymitglied aus einem Drittland zwischen 18 und 29 Jahren gesucht. Zum zehnjährigen Jubiläum des Preises übernimmt die in Berlin geborene französisch-iranische Regisseurin Emily Atef den Juryvorsitz. Bewerben kann sich, wer leidenschaftliche Diskussionen rund um den Film liebt und in der Lage ist, diese in deutscher und französischer Sprache zu führen. Jungen Erwachsenen mit Lust auf spannende Auseinandersetzungen unter Filmbegeisterten bietet das DFJW mit der Ausschreibung die einmalige Chance, die 63. Berlinale hautnah zu erleben und aktiv mitzugestalten.

Bewerbungsschluss ist Montag, der 26. November 2012 (um Mitternacht).

Die sieben Jurymitglieder werden für die Dauer des Festivals nach Berlin eingeladen. Sie werden alle Filme der Sektion Perspektive Deutsches Kino während der Berlinale sehen und abschließend den „DFJW-Preis Dialogue en perspective“ an die/den Regisseur/in des Gewinnerbeitrags verleihen.

Ziel des Filmpreises für das Deutsch-Französische Jugendwerk ist es, den Dialog zwischen jungen Deutschen und Franzosen zu fördern und ihnen das aktuelle deutsche Kino näher zu bringen. Die Auszeichnung soll an einen Film gehen, der es vermag, kritische junge Menschen verschiedener Kulturen gleichermaßen zu beeindrucken. Bei der Berlinale 2012 wurde der Film This ain’t California von Marten Persiel preisgekrönt.

Emily Atef: Präsidentin der Jury „DFJW-Preis Dialogue en perspective“

Emily Atef wurde 1971 als Tochter französisch-iranischer Eltern in Berlin geboren. Als sie sieben Jahre alt war, zog ihre Familie nach Los Angeles, mit 13 nach Frankreich, dort machte sie ihr Abitur und danach entschied sie sich für eine Schauspielausbildung in London. Als sie mit 28 Jahren ein Regiestudium an der Deutschen Film und Fernsehakademie Berlin aufnahm, hatte sie weltweit schon so viele Erfahrungen sammeln können, die ihr nun bei der Umsetzung ihrer filmischen Visionen von großem Nutzen sein würden. Nach Kurzfilmen, die sie an der Hochschule realisierte, und einer Rolle in Angela Schanelecs Film Marseille (2004) drehte Atef ihren ersten langen Spielfilm Molly’s Way (2006), für den sie und ihre Co-Autorin Esther Bernstorff den Förderpreis Deutscher Film für das beste Drehbuch beim Filmfest München erhielten. Ihr zweiter Spielfilm Das Fremde in mir über eine Mutter, die nach der Geburt ihres Kindes in schwere Depressionen fällt, erlebte seine Premiere in der Sektion „Semaine de la Critique“ bei den Internationalen Filmfestspielen in Cannes 2008. Frei nach dem Motto „never change a winning team“ verfasste Emily Atef wieder gemeinsam mit Esther Bernstorff das Drehbuch zu ihrem dritten Spielfilm Töte mich, wofür sie von der Cinéfondation in der Résidence du festival, Cannes ein Stipendium erhielt. Töte mich feierte seine Premiere letztes Jahr auf den Hofer Filmtagen.

„Ich freue mich sehr darauf, mit jungen Filmbegeisterten, die keine Experten sind, neue deutsche Nachwuchsfilme zu schauen“, kommentiert Emily Atef ihre Aufgabe als Präsidentin der deutsch-französischen Jury. „Die Diskussion über Film, seine Ästhetik, Dramaturgie und Schauspiel zwischen zwei Kulturen, die mir so nah sind, finde ich wirklich spannend.“



Presseabteilung
1. Oktober 2012

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