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Yuyake gumo

Farewell to Dream

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Eine Geschichte vom Erwachsenwerden, dargestellt als Verlust aller jugendlicher Illusionen. Der 16-jährige Yoichi träumt davon, Matrose zu werden. Seine Eltern sind Fischhändler, gemeinsam mit ihnen und vier Geschwistern lebt Yoichi in beengten Verhältnissen. Seine geliebte jüngere Schwester wird einem reichen, kinderlosen Onkel mitgegeben, sein bester Freund zieht weg, das Mädchen, in das er sich aus der Ferne verliebt hat, ist an einen anderen gebunden – Yoichi verliert nach und nach alle Menschen, die ihm wichtig sind. Sein Gegenstück ist die ältere Schwester, die ohne Rücksicht auf Verluste nur ihre eigenen Interessen vertritt. In ihrem unbedingten Aufstiegswillen, der vor nichts zurückschreckt, um der Armut zu entkommen, steht sie für die japanische Nachkriegsgesellschaft. Yoichi hingegen bleibt nur das Fernglas, das ihm ein Onkel vermacht hat, um sich in eine andere Welt fernab der Familie zu träumen. Im melancholischen Tonfall wird Yoichis Schicksal als unausweichlich geschildert. "Das Glück oder Unglück eines Menschen ist schon vor seiner Geburt festgelegt", konstatiert er irgendwann. Am Schluss weicht der Konflikt zwischen Pflicht und Wunscherfüllung stiller Resignation.

Japan 1956, 78 Min

von

Keisuke Kinoshita

mit

Shinji Tanaka
Yuko Mochizuki
Yoshiko Kuga
Eijiro Touno
Takahiro Tamura
Isuzu Yamada