Berlinale: Programm


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Mo sheng

Forgetting to Know You

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Irgendwann gegen Ende des Films schaut sich der Mann noch einmal das Amateurvideo an, von seiner Hochzeit mit Xuesong. Sieben Jahre ist es her … Die kleine Tochter schlummert neben ihm auf dem Sofa, seine Frau ist am Abend nicht nach Hause gekommen. In einer Provinzstadt mit Busanbindung nach Chongqing spielt dieser Film, der von einer geradezu klassisch-bürgerlichen Ehekrise im heutigen China erzählt. Lügen haben sich in den Alltag geschlichen, das Paar lebt in größter Nähe voneinander entfremdet, als Geldsorgen den Kitt ihrer Beziehung endgültig brüchig werden lassen. In diesem vertrauten, fast konventionellen erzählerischen Gerüst entführt der Debütfilm von Quan Ling den Zuschauer in den kleinstädtischen chinesischen Alltag von heute. Die Sehnsüchte des jungen Taxifahrers, der Steuerbetrug des Großunternehmers, der vergessene Geburtstag der Schwiegermutter und die Gerüchte um die Affäre der Frau, die in der Frage kulminieren, ob die kleine Tochter ihrem Vater wirklich ähnlich sieht? Seinen Sog – nicht unähnlich dem einer Soap-Opera – entwickelt der Film auch durch subtiles Aufspüren von Ähnlichkeiten und Differenzen von damals und heute, von hier und dort.

Volksrepublik China 2013, 87 Min

von

Quan Ling

mit

Hong Tao
Xiaodong Guo