Berlinale: Programm


Filmdatenblatt

Retrospektive

Tokyo Monogatari

Tokyo Story

Reise nach Tokyo

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Das Ehepaar Hirayama bricht aus der Kleinstadt Onomichi nach Tokio auf, um seine inzwischen erwachsenen Kinder zu besuchen. Doch die Alten sind den Jungen eher im Wege als willkommen. Auch stellt sich das Leben der Kinder als Arzt und Friseurin längst nicht so erfolgreich dar, wie die Eltern es aus der Ferne wahrgenommen hatten. Nur die Schwiegertochter Noriko, die mit einem im Weltkrieg vermissten Sohn der Hirayamas verheiratet war, kümmert sich wirklich um die betagten Verwandten. Auf der Heimreise erleidet ihre Schwiegermutter einen folgenschweren Schwächeanfall, so dass das Ehepaar die Fahrt in Osaka, wo ein weiteres ihrer Kinder lebt, unterbrechen muss. Lapidar, distanziert und ohne moralisch zu werten erzählt Yasujirō Ozu in ebenso schlichten wie großartigen Bildern von der Entfremdung zwischen den Generationen und von der Vereinzelung des Menschen in der Moderne. Ozu selbst empfand Tōkyō Monogatari als sein Meisterwerk. 1963 waren ihm die "Filmhistorischen Vorführungen" der Internationalen Filmfestspiele Berlin gewidmet. Internationale Premiere der digital restaurierten Fassung, hergestellt von der japanischen Produktionsfirma Shochiku.

Japan 1953, 135 Min

REGIE

Yasujiro Ozu

DARSTELLER

Chishu Ryu
Chieko Higashiyama
Setsuko Hara