Berlinale: Programm


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Sakura namiki no mankai no shita ni

Cold Bloom

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Die Wirtschaftslage ist desolat in dem kleinen metallverarbeitenden Zulieferbetrieb an der japanischen Ostküste. Seit dem Tsunami, der auch die Industriestadt Hitachi getroffen hat, sind die Arbeiter demotiviert, sie drangsalieren ihre chinesischen Kollegen. Nur dem kreativen jungen Facharbeiter Kenji ist es zu verdanken, dass die Firma gerade wieder einen Auftrag ergattert hat. Doch schon am ersten Tag auf dem Gelände des Kunden kommt Kenji durch einen Unfall ums Leben. Verursacher ist sein Arbeitskollege Takumi. Auf Takumi richtet sich von nun an der ganze Hass der Belegschaft, die sich mit Kenjis Witwe Shiori solidarisiert. Shiori aber entwickelt mit der Zeit nicht nur Verständnis für Takumi. Ihr Hass schlägt am Ende sogar in Liebe um.
Atsushi Funahashis vierter Spielfilm hätte schon vor zwei Jahren gedreht werden sollen, dann bereitete der Tsunami dem Vorhaben ein Ende und der Regisseur beschäftigte sich in Nuclear Nation mit der Katastrophe. Auch der nun fertiggestellte Film ist von der veränderten Stimmung in Japan deutlich gezeichnet. Die Kirschblüten des Titels, in Japan ein Symbol der Reinheit, stehen hier auch für Vergänglichkeit. Düsterer war Schönheit selten.

Japan 2012, 119 Min

von

Atsushi Funahashi

mit

Asami Usuda
Takahiro Miura
Yo Takahashi
Yurei Yanagi
Taro Suwa