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Puos Keng Kang

The Snake Man

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Außerhalb Kambodschas ist Tea Lim Kouns Epos PUOS KENG KANG der bekannteste Film des „Goldenen Zeitalters“. Er beginnt mit einem halbstündigen Prolog, in dem sich eine junge Frau mit einer Riesenschlange paart. Als sie schwanger wird, stößt ihr der eifersüchtige Ehemann seinen Säbel in den Leib, und es entweichen hunderte von Schlangen. Eine von ihnen entkommt den Attacken des Mannes.
Jahre später hat sich diese Schlange in einen schönen Mann (Chea Youthorn) verwandelt, der sich in eine von ihrer intriganten Stiefmutter verstoßene junge Frau (Dy Saveth) verliebt und damit die Prophezeiung erfüllt, der die Stiefmutter zu entgehen suchte.
Erst die jetzt wiederaufgeführte lange Fassung zeigt die erzählerische Meisterschaft des Regisseurs. Mit langem Atem und ohne eine langweilige Minute verwebt er die Handlungsstränge des Films, wechselt mehrfach die Hauptfiguren und verwandelt Märchen und folkloristische Motive in einen stilprägenden Horrorfilm. Unvergesslich bleiben die gruselige Hexe, mit der die böse Stiefmutter einen Pakt schließt, und das Mädchen mit den Schlangenhaaren, das den Fluch am Ende bricht. Bemerkenswert ist auch die erstaunlich unverblümte Erotik des Films, die gewiss zu seinem Erfolg beitrug.

Kambodscha 1970, 164 Min

von

Tea Lim Koun

mit

Chea Yuthorn
Dy Saveth
Peov Vicheth
Saksi Sbong
Mongdolin