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Ornette: Made in America

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„Was auch immer die Idee ist, es wird nie etwas sein, was du einer anderen Person so erklären kannst, dass sie es genau versteht … also spiel einfach die Musik.“ So äußerte sich Ornette Coleman und so drehte Shirley Clarke ihren Film ORNETTE: MADE IN AMERICA, mit dem sie ihn porträtierte: Er beginnt mit seiner Symphonie „Skies of America“ und endet im Applaus. Dazwischen lässt sich die ehemalige Tänzerin auf die Musik ein, auf das bewegte Leben des Pioniers des Free Jazz, auf seine Bilder. Nebenher verhandelt sie Fragen des Dokumentarfilms, indem sie Talking Heads von TV-Bildschirmen rahmen lässt, eine Kindheit voller Diskriminierung, aber auch eine Mondlandung in Szene setzt.
Der Erfinder der „Harmolodics“, der gern Architekt oder Hirnforscher geworden wäre, hatte einen Wahlverwandten: Buckminster Fuller, Erfinder der geodätischen Kuppel. Eine solche findet sich auf dem Performing Art Center „Caravan of Dreams“, das, benannt nach Tausendundeiner Nacht, 1983 in Colemans Heimatstadt Fort Worth, Texas, mit Auftritten von ihm und seiner Prime Time Band und in Anwesenheit von Brion Gysin und William S. Burroughs eröffnet wurde. Von hier aus geht die Reise nach Berkeley, Italien, Marokko und Nigeria.

USA 1985, 77 Min

von

Shirley Clarke