Berlinale: Programm


Filmdatenblatt

Berlinale Special

Hijos de las nubes, la última colonia

Sons Of The Clouds, The Last Colony

Vincenzo Bugno, Maschrek- und Maghreb-Delegierter der Berlinale und Leiter des World Cinema Fund, im Gespräch mit Regisseur Álvaro Longoria und Javier Bardem im Haus der Berliner Festspiele

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Seit der spanische Schauspieler Javier Bardem 2008 an einer Filmveranstaltung in West-Sahara teilgenommen hatte, engagiert er sich für die Rechte der Bevölkerung in der ehemaligen spanischen Kolonie. Der Dokumentarfilm HIJOS DE LAS NUBES ist ein Ergebnis dieses Engagements.
1975, Ende der Franco-Diktatur: Der marokkanische König ordnet den sogenannten Grünen Marsch an, an dem 350.000 Zivilisten teilnehmen, um ohne militärische Mittel das Land zu erobern. Aus dem vorgeblich gewaltfreien Grünen Marsch sind Repression, Krieg, ethnische Säuberung und Exil hervorgegangen. Hartnäckig verweigert Marokko die Durchführung eines Referendums über den Status der Region.
HIJOS DE LAS NUBES befasst sich mit der Existenz der oft im Exil lebenden, zwischen Verzweiflung und Militanz schwankenden Sahrauis und vertritt die These, dass der arabische Frühling 2010 in West-Sahara entstand. Der Film zeigt, dass vor allem die Vereinigten Staaten und Frankreich aus wirtschaftlichen Interessen darauf verzichtet haben, die Selbstbestimmung dieses Volkes nachdrücklich zu fordern.
HIJOS DE LAS NUBES belegt aber auch, dass das Engagement des Einzelnen mitunter die stärkste Waffe gegen Hoffnungslosigkeit und Erstarrung sein kann.

Spanien / USA 2012, 78 Min

von

Álvaro Longoria

Weltvertrieb

Wild Bunch