Berlinale: Programm


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Tepenin Ardi

Beyond the Hill

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Ein Sommertag. Der pensionierte Forstverwalter Faik bekommt Besuch auf dem Land. Sein Sohn Nusret besucht ihn mit den beiden Enkeln Caner und Zafer. Doch Sommerstimmung will nicht recht aufkommen. Faik hat Probleme mit Nomaden in der Gegend, er ist in ständiger Habt-Acht-Stellung. Zafer ist seit seinem Militärdienst psychisch angeschlagen. In der kleinen Gruppe, die noch durch die Familie von Mehmet und Meryem ergänzt wird, treffen nicht nur unterschiedliche Temperamente aufeinander, sondern auch soziale Schichten. Doch Konflikte werden vermieden. Schuld sind die anderen, die Nomaden. Und die bleiben ein unsichtbarer Gegner.
Dass der Film als Parabel funktioniert, liegt nicht zuletzt an der grandiosen Westernlandschaft, in der er gedreht wurde. Ständig begrenzen Felswände den Horizont, der Bewegungsradius ist eingeschränkt, Bedrohung liegt in der Luft. Das erlaubt dem Film ein intelligentes Spiel mit Projektion und Halluzination. Die eigene dunkle Seite abzuspalten und im Anderen, „hinter dem Berg“, zu externalisieren, ist ein Versuch, die Gruppe, sei es eine Familie oder eine Nation, zusammenzuschweißen. Dramen werden dadurch aber nicht verhindert, sondern eher befördert.

Türkei / Griechenland 2012, 94 Min

von

Emin Alper

mit

Tamer Levent
Reha Özcan
Mehmet Özgür