Berlinale: Programm


Filmdatenblatt

Retrospektive

Potomok Tschingis-chana

Storm Over Asia

Sturm über Asien

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Faszination des Geheimnisvollen, Fremdartigen, Exotischen: Mönche und Jäger in der rauen Wüste Tibets, englische Interventionstruppen und Pelzhändler. Ein junger Mongole wird betrogen, wehrt sich, gerät zwischen alle Kampfparteien und überlebt dank eines rätselhaften Papiers.
Ein Märchen aus abgelegenen Welten und Zeiten, voller rätselhafter Bilder, ritueller Tänze und wilder Jagden. Die unbekannte Weite der Wüstenlandschaft und die fremdartig erscheinenden Behausungen der Einheimischen weisen über die bloße Illustration hinaus und erhalten dramaturgische Bedeutung, die durch die ferne Exotik weiter mit Geheimnissen aufgeladen wird. Ein besonderer Reiz des Films geht von seinem Protagonisten aus; mit Temperament und Treuherzigkeit durchsteht er seltsame Situationen, deren Wendungen jedes Mal überraschen. Berühmt ist das stürmische, wütende Finale des Films: in einem riesigen Sturmwirbel von Natur und Mensch werden die Akteure geradezu aufgesogen und verschwinden.
Der Film konnte als ideologisches Pamphlet gesehen werden, doch überwinden Regie, insbesondere die Massenregie bei der Statisterie, Kamera und Hauptdarsteller jede ideologische Starre.

Filmkopie: Filmmuseum im Münchner Stadtmuseum, München

UdSSR 1929, 127 Min

von

Wsewolod Pudowkin

mit

Waleri Inkischinjow
Lew Dedinzew
L. Belinskaja