Berlinale: Programm


Filmdatenblatt

Generation

Snackbar

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Manchmal flippen sie schon bei einer Kleinigkeit aus. Dann geht es gleich um Leben und Tod. Die Jungs heißen Mohamed, Mounir, Nouredin. Sie und ihre Freunde haben viel Spaß, aber auch eine mächtige Wut im Bauch. Von marokkanischen Eltern in den Niederlanden geboren, fühlen sie sich nirgendwo zu Hause, nirgendwo erwünscht. Irgendwie schlagen sie sich durch: Hier und da ein kleiner Deal, ein Fahrradklau, vielleicht ein Raub. Für einen Boss zu arbeiten, das können sie sich nicht vorstellen. Und wer von ihnen sich doch für so etwas hergibt, wird von den anderen gedisst. Alis Imbiss in einer Amsterdamer Vorstadt ist ihr Lebensmittelpunkt. Da hängen sie ab, kiffen, streiten und amüsieren sich. Ali, der Türke, betreibt das kleine Lokal mit seiner Frau und seinen Kindern. Selbst im Getto groß geworden, weiß er mit den Jungs umzugehen. Er hört sich ihre Sorgen an und schlichtet ihre Streitereien, auch wenn sie ihm manchmal mächtig auf den Geist gehen. Notfalls greift er hart durch. Doch auch er hat Probleme, die er nicht lösen kann. Regisseurin Meral Uslu, selbst als Kind türkischer Einwanderer in den Niederlanden aufgewachsen, zeichnet in ihrem Spielfilm ein glaubhaftes Bild des Milieus, das sie schildert.

Niederlande 2012, 84 Min

von

Meral Uslu

mit

Ali Cifteci
Nazmye Oral
Dileria Horuz
Esra Horuz