Berlinale: Programm


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Sekret

Secret

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Ksawery und Karolina besuchen Jan auf dem Land. Ksawery ist ein Tänzer, der als Drag Queen auftritt, Karolina seine Agentin. Jan ist Ksawerys Großvater. Ksawery ist schwul, Karolina Jüdin. Jan hütet ein dunkles Geheimnis aus der Zeit des Holocaust.
Auf den ersten Blick ein fast exemplarisches Personal für eine Geschichte über Geschichte, eine Geschichte von Tätern und Opfern. Aber so einfach ist es nicht.
Identität setzt sich hier aus Schichten zusammen, die sich nicht immer harmonisch nach Herkunft und Zugehörigkeitsgefühl verbinden wollen. So steht Jans Liebe zu seinem Großvater im Widerspruch zu seinem Drang herauszufinden, was damals vorgefallen ist. Für die disparaten Aspekte der Beziehungen der drei Protagonisten zueinander, für die unterschiedlichen Mosaiksteinchen ihrer Identitäten entwickelt der Film ebenso heterogene visuelle und narrative Stilelemente. Zärtlichkeit neben Gewalt, fast beiläufige Normalität neben extremer Künstlichkeit. „Ich bin eine Leiche, ich bin innerlich tot“, sagt Ksawery an einer Stelle. SEKRET bohrt die Schicht der Identität an, die aus dem besteht, was die vorigen Generationen an uns weitergeben. Das kann wehtun, aber auch heilen.

Polen 2012, 82 Min

von

Przemyslaw Wojcieszek

mit

Tomasz Tyndyk
Agnieszka Podsiadlik
Marek Kepinski