Berlinale: Programm


Filmdatenblatt

Berlinale Shorts

LI.LI.TA.AL.

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Ein merkwürdiger Zauber liegt über diesem Land, in dem die Wesen nicht so sind wie wir. In gewisser Weise ähneln sie uns zwar, diese Geschöpfe aus Katzen und Menschen, sie gleichen uns auch in ihrem Wesen, doch sind sie sonst in allem anders. In ihrem Land gibt es tiefe, dunkle Wälder und leere Wüsten. Es ist eine andere Form der Philosophie und Kultur, von der diese Wesen durchdrungen sind. Verse, Gedanken und Sprüche werden mündlich weitergegeben. Wenn nun ein solcher Vers immer und immer wiederholt wird, dann verwandelt er sich in einen kristallinen Körper. Einen Körper, der wie ein Knochen ohne Fleisch und Blut ist, einen Körper, der einer Masse von Mineralien gleicht. Diese kristallinen Körper sind LI.LI.TA.AL.: Verse ohne Leben. Mit allem Respekt und jeder möglichen Ehrbekundung werden sie begraben. Das Begräbnisritual für ein LI.LI.TA.AL. ist ein signifikantes Moment im alltäglichen Leben in Vita-Lakamaya.

Japan 2011, 8 Min

von

Akihito Izuhara