Berlinale: Programm


Filmdatenblatt

Berlinale Special

Taxi Driver

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Vor 35 Jahren kam TAXI DRIVER in den USA in die Kinos. Wut und Wahn des Taxifahrers Travis Bickle zu erleben, der sich durch die Stadt „wie eine Ratte durch die Abwasserkanäle“ (Drehbuchautor Paul Schrader) bewegt, gehört noch immer zu den beunruhigendsten Kinoerlebnissen, die es gibt. Wolfram Schütte, am 3.11.1976 in der Frankfurter Rundschau: „Ein höchst merkwürdiger, … bedenklicher und faszinierender Film; synkretistisch, schillernd, ein lauerndes Reptil, chamäleonhaft seine Farbe wechselnd, ins Mystische gesteigert und synthetisches Amalgam widersprüchlichster Einflüsse, Tendenzen und metaphysischer Ansprüche: komisch, nervös, hysterisch.“ Die Faszination ist ungebrochen.
Bei der Restaurierung im Frühjahr 2010 wurde das Original 35mm-Negativ mit einem hochauflösenden 4K-Scanner eingelesen, so dass schließlich ein Master in 4K-Qualität vorlag. Auch die Farbkorrektur und digitale Bearbeitung wurde in 4K vorgenommen. Grover Crisp betreute federführend die digitale Restaurierung für Sony Pictures in Kalifornien. Scott Ostrowsky stellte unter Leitung von TAXI DRIVER-Kameramann Michael Chapman eine von Martin Scorsese abgenommene Farbbestimmung her. Anschließend wurden die 4K-Files von MTI Film in Los Angeles einem digitalen Clean-up unterzogen, bei dem Kratzer, Flecken, Laufstreifen entfernt wurden, die auf dem Ursprungsnegativ waren. Diese Gebrauchsspuren mussten besonders vorsichtig bearbeitet werden, um das darunterliegende Bild nicht zu verändern, was bei Gesichtern besonders schwierig war. Ähnlich aufwendig war die Tonbearbeitung, zu der ein Mehrspur-Stereo-Soundtrack gehörte, der aus den Originalaufnahmen neu produziert wurde. Die Abnahme der endgültigen Fassung durch Martin Scorsese fand im Januar 2011 statt.

USA 1976, 114 Min

von

Martin Scorsese

mit

Robert De Niro
Jodie Foster
Albert Brooks
Harvey Keitel