Berlinale: Programm


Filmdatenblatt

Generation

Jess + Moss

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Jess und Moss sind Cousin und Kusine. Die Tage verbringen die beiden in den weiten Tabakfeldern West Kentuckys. Ohne direkte Familienangehörige und gleichaltrige Freunde ist jeder von ihnen auf den anderen angewiesen. Im Verlauf eines Sommers lassen sich Jess und Moss auf ein Abenteuer ein, das ihnen ihre größten Geheimnisse und Wünsche ebenso bewusst macht wie Ängste vor Einsamkeit und einer ungewissen Zukunft.
Der Regisseur Clay Jeter: „Schon beim ersten Gedanken, einen Independentfilm zu inszenieren, wusste ich, dass ich diesen Film im Süden drehen würde. Genauer gesagt in West Kentucky in den Tabakfeldern meiner Familie und in dem schönen alten Haus, in dem meine Urgroßmutter bis zu ihrem Tod 1998 lebte. Ich wuchs in dieser sich ständig verändernden, lebenssprühenden Umgebung auf, die im Film selbst eine Hauptrolle spielt, gefährlich und schön zugleich. Seit ich mich erinnern kann, interessiert mich das Konzept der Erinnerung, die ein zentrales Thema von JESS + MOSS ist. Wir entschlossen uns, auf ganz unterschiedlichem Filmmaterial zu drehen, das zum Teil neu war, anderes Material war mehr als 25 Jahre alt. Wir wussten, dass dieses nur für Bilder mit schwankenden Kontrasten und verblichenen Farben taugen würde. Genau deshalb haben wir dieses Material genommen, weil es ähnlich wie unsere Erinnerung funktioniert. Manches ist deutlich und klar, manches ist schon so oft wieder erinnert worden, dass die Bilder nur noch ein verwaschener Schatten der Ereignisse sind.“

USA 2011, 84 Min

von

Clay Jeter

mit

Sarah Hagan
Austin Vickers

Weltvertrieb

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