Berlinale: Programm


Filmdatenblatt

Generation

El Chico que Miente

The Kid Who Lies

Der Junge, der lügt

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Der Junge ist 13, und er sucht seine Mutter.
Vor zehn Jahren, sagt er, habe eine Schlammlawine sie mit sich gerissen. Nun hat er sich auf den Weg gemacht, um sie wiederzufinden.
Aus diesem Grund reist der Junge an der Meeresküste Venezuelas entlang. Um zu überleben, unterhält er die Leute mit Geschichten jener Schlammkatastrophe, und er schildert ihnen das schwere Schicksal seiner Mutter: „Sie hat bei der Tragödie ihr Gedächtnis verloren. Ein Felsen hätte mich beinahe erschlagen, aber sie hat mich weggezogen. Wenn du mir nicht glaubst, zeig ich dir meine Narbe.“ Manchmal ist es auch sein Vater, der in diesen Erzählungen stirbt. Oder ein Rudel verrückter Hunde hat seine Mutter in Stücke gerissen. Dann wieder verdankt er sein Überleben einem Kleiderschrank, in dem ihn seine Mutter gerade noch rechtzeitig versteckte.
Ganz offensichtlich lügt dieser Junge. Trotzdem offenbaren all seine Geschichten allerhand Wahres, und so wird das, was hinter ihm liegt, ganz allmählich klarer. Vor zehn Jahren hat eine Naturkatastrophe seine Kindheit zerstört, viele aus seiner Umgebung sind seither verschollen, so auch seine Mutter. Eine lange Wegstrecke liegt noch vor diesem Jungen. Aber irgendwann werden sich seine Wunden schließen.

Venezuela / Peru 2011, 99 Min

von

Marité Ugás

mit

Iker Fernández
Maria Fernanda Ferro
Francisco Denis
Aldry Sterling