Berlinale: Pressemitteilungen


Pressemitteilungen 2010

World Cinema Fund

07.10.2009:
WCF-Spotlight in Berlin: Berlinale World Cinema Fund feiert 5. Geburtstag

In diesem Herbst wird der Berlinale World Cinema Fund fünf Jahre alt und feiert dies mit der Präsentation ausgewählter WCF-Filme vom 4. bis 7. November im „Hackesche Höfe Kino“ in Berlin.

Im Oktober 2004 war der WCF als Initiative der Kulturstiftung des Bundes und der Berlinale in Kooperation mit dem Goethe Institut gegründet worden. Seitdem erhielten 63 Filme aus Afrika, Lateinamerika, dem Nahen/Mittleren Osten, Zentral- und Südostasien und dem Kaukasus eine Produktions- oder Verleihförderung. Alle bisher davon produzierten Filme liefen international in den Kinos und/oder in den Programmen renommierter internationaler Filmfestivals.

Der WCF hat sich innerhalb kurzer Zeit als kulturpolitisches Förderinstrument, als Gütesiegel für die geförderten Projekte und als Initiative für internationale filmwirtschaftliche Kontakte etabliert. Anlässlich des 5. Geburtstags veranstaltet die Berlinale gemeinsam mit der Kulturstiftung des Bundes nun ein WCF-Spotlight unter dem Titel Filme, die anstecken. Dafür wurden zehn besondere WCF-Filme ausgewählt, die den Cineasten und dem Berliner Publikum einen Eindruck von den authentischen Geschichten und der künstlerischen Stärke der WCF-Filme vermitteln.

„The more local, the more international: Der WCF ist überzeugt, dass Filme, die die eigene kulturelle Identität und deren Bewegungen zeigen, auch international das Publikum bewegen und anstecken können“, sagt Berlinale-Direktor Dieter Kosslick.

„Mit Eigensinn und künstlerischem Mut stößt jeder Film des World Cinema Fund das Fenster zu einer Welt auf, von der wir in deutschen Kinos sonst nichts erfahren könnten. Nach fünf Jahren zeigt sich, dass der WCF auch eine kulturpolitische Erfolgsstory ist: Deutsche Produzenten sind systematisch in das Förderprogramm eingebunden und behaupten sich damit auf internationalen Filmmärkten“, kommentiert Hortensia Völckers, die Künstlerische Direktorin der Kulturstiftung des Bundes.

Eröffnet wird das WCF-Spotlight Filme, die anstecken am Mittwoch, den 4. November um 20 Uhr vom renommierten Kameramann Michael Ballhaus im „Hackesche Höfe Kino“. Danach findet die Kino-Premiere des diesjährigen Berlinale-Gewinnerfilms Eine Perle Ewigkeit (La teta asustada) von Claudia Llosa in Kooperation mit dem Verleih Neue Visionen statt, der den Film aus Peru am folgenden Tag deutschlandweit in den Kinos startet.

Zur Eröffnung am 4. November kommen die Regisseure Salif Traoré, Raya Martin und Kiko Goifman, deren Filme beim WCF-Spotlight gezeigt werden. Bis 7. November werden täglich drei weitere WCF-geförderte Filme präsentiert und bei vielen der Vorstellungen werden die Regisseure, Darsteller oder Produzenten anwesend sein. Renommierte deutsche Filmemacher stellen als „Paten“ die Filme der 20 Uhr-Schiene vor: Robert Thalheim, Hannes Stöhr und Emily Atef.

5. November 2009

18 h Faro (Mali 2007) Regie: Salif Traoré

Gäste: Regisseur Salif Traoré, Produzentin Bärbel Mauch

20 h Independencia (Philippinen 2009) Regie: Raya Martin

Gäste: Regisseur Raya Martindie, dt. Produzenten Gerhard Meixner und Roman Paul. Vorgestellt von: Robert Thalheim

22 h Liverpool (Argentinien 2008) Regie: Lisandro Alonso

6. November 2009

18 h Hamaca Paraguaya (Paraguay 2006) Regie: Paz Encina

20 h The Wind Journeys (Kolumbien 2009) Regie: Ciro Guerra

Gäste: Hauptdarsteller Marciano Martínez, die dt. Produzenten Gerhard Meixner und Roman Paul. Vorgestellt von: Hannes Stöhr

22 h Ajami (Israel/Palästina 2009) Regie: Yaron Shani, Scandar Copti

7. November 2009

18 h Paradise Now (Palästina 2005) Regie: Hany Abu-Assad

20 h Pandora’s Box (Türkei 2008) Regie: Yesim Ustaoglu

Gäste: Regisseurin Yesim Ustaoglu, Produzent Serkan Cakarer

Vorgestellt von: Emily Atef

22 h Filmphobia (Brasilien 2008) Regie: Kiko Goifman

Gast: Kiko Goifman

Der World Cinema Fund ist ein Initiativprojekt der Kulturstiftung des Bundes und der Internationalen Filmfestspiele Berlin in Kooperation mit dem Goethe-Institut.

Presseabteilung

7. Oktober 2009