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Reforming the Past

In seiner Performance Reforming the Past bezieht sich James Benning auf seinen Film North on Evers von 1991. Nachdem er kürzlich zum wiederholten Male Andy Warhol's Screen Tests sah, hat Benning alle 59 Porträts aus North on Evers neu mit seiner HD Kamera aufgenommen, aktualisiert und auf 8-fach verlangsamt.

Der daraus resultierende Stummfilm, seine aktuellste Arbeit, wird von einer Live-Lesung von Benning begleitet, in der er den handschriftlichen Text liest, der als Fliesstext den Original-Film durchläuft. Es handelt sich hierbei um ein Reisetagebuch seines Roadtrips durch die USA. Die gesamte Arbeit erforscht die Beziehungen zwischen Bild, Text und Ton, wobei das Augenmerk insbesondere auf die kulturelle Landschaft des amerikanischen „Way of Life“ gelegt wird. Claudia Slana beschreibt sein filmisches Anliegen folgendermaßen: “Das Filmbild nicht als direkte Repräsentation der Realität verstehen, sondern als eine “Illusion von Realität”, als ein “Bedeutungsraster“, dass durch die Beteiligung des Zuschauers ständigen Transformationen unterworfen ist.”

USA 2009, 80 Min

von

James Benning