Berlinale: Programm


Filmdatenblatt

Kulinarisches Kino

Io Sono L'Amore

I Am Love

Ich bin die Liebe

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Der Bunsenbrenner in der Hand des Kochs Antonio (Edoardo Gabbriellini) karamellisiert ein Küchlein mit russischem Salat. Antonio reicht die Flamme weiter an Emma (Tilda Swinton), einer russischen Emigrantin und Ehefrau eines Mailänder Großindustriellen. Emma vollendet die Arbeit an dem Antipasto. Emmas Sohn Edoardo (Flavio Parenti) probiert das Küchlein. Es ist köstlich. Edoardo liebt Antonios Küche und Emma verliebt sich in Antonio, was sie zu verbergen versucht.



Ein klassisches Drama nimmt seinen Lauf, erzählt mit den dynamischen Mitteln des modernen Kinos. „Die Kamera umarmt die Schauspieler, erzählt die Geschichte mit kleinsten Details und Gesten“, schwärmt der Hollywood Reporter. Die Musik des renommierten Opernkomponisten John Adams lässt Darsteller und Bilder durch Räume, Straßen und Landschaften schweben. Variety vergleicht den Regisseur mit Hitchcock und Visconti.



Luca Guadagnino hat lange überlegt, ob er lieber Koch oder Filmemacher werden soll. Als Filmemacher folgt er den Regeln einer guten Küche und bereitet seine Arbeit sorgfältig vor. Mit Tilda Swinton arbeitet er seit 1999 zusammen. In dem Dokumentarfilm Cuoco Contadino (Bauernkoch, 2005) erkundete er die Gastronomie und die Gegend um Sanremo. In den paradiesischen Hügeln über dem Mittelmeer spielt der zweite Akt, in dem sich Emma und Antonio leidenschaftlich lieben.



Der dritte Akt von Io Sono L’Amore beschreibt eine Welt, die sich radikal ändert. Die Reichtümer, die Familie und die Rituale der Macht zerbrechen. Was bleibt, ist Schmerz, Trennung, der Duft des Sommers und die Freiheit zu lieben.

Italien 2009, 120 Min

von

Luca Guadagnino

mit

Tilda Swinton
Edoardo Gabbriellini
Alba Rohrwacher

Weltvertrieb

The Works International