Berlinale: Programm


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Rosa, Lusya, Gelya, Lara und Fira – so nennen sich fünf erfolgreiche Moskauer Travestie-Stars. Ihre Lebensgeschichte erfährt der Kinozuschauer aus der Perspektive einer Journalistin, die sie für ein Magazin interviewt.
Rosa heißt eigentlich Robert und ist der Besitzer des Travestie-Clubs. Er ist um die 40, war bei der Armee, hatte geheiratet und war Vater eines Kindes geworden. Die Ehe zerbrach, als seine Frau in ein psychiatrisches Heim gebracht werden musste. Elf Jahre lang hat er nichts von ihr gehört – bis er sie jetzt in seinem Club entdeckt.
Lusya ist als Dmitri in einem kleinen Dorf in der Provinz aufgewachsen. Immer hat er davon geträumt, in Moskau Erfolg zu haben, doch er musste sich erst durch alle möglichen Jobs durchschlagen, ehe er sein Talent als Tänzer und Performer entdeckte. Nun schwärmt er wieder vom einfachen Landleben, zu dem er zurückkehren möchte.
Gelya nannten alle noch Gennady, als er mit acht Jahren einen Brief an Madonna schrieb, auf den er niemals eine Antwort erhielt. Mit zehn schickte seine Mutter ihn zur Tanzschule, woraufhin er von seinen Mitschülern als „Mädchen“ verspottet wurde. Gennadys Mutter war Schneiderin. Sich Jahre später an ihren Kleidern zu bedienen und als Frau verkleidet auf einer Party den schlimmsten Spötter um den Verstand zu bringen, war für ihn eine späte Genugtuung und Rache.
Lara ist bereits in den 70er Jahren als Travestiekünstler aufgetreten. Damals saß einmal sogar ein kommunistischer Funktionär im Publikum, der sich als heimlicher Gleichgesinnter entpuppte. Fira hatte schon als Kind ein loses Mundwerk. Er begann als Komiker, wechselte dann zur Travestie. Er war so oft verliebt im Leben, nun ist ein Aids-Test positiv ausgefallen …

Russische Föderation 2009, 96 Min

von

Felix Mikhailov

mit

Renata Litvinova
Ingeborga Dapkunaite
Danila Kozlovsky