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Fin

End

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Ana, Iker und Ramia haben sich über das Internet kennengelernt. Schon bei ihrer ersten Begegnung liegt eine irritierende Anspannung in der Luft, dennoch sind die drei so unterschiedlichen Jugendlichen fest entschlossen, sich zusammen auf den Weg zu machen. Ganz bewusst lässt dieses Regiedebüt Ziel und Zweck der Reise offen. Auch spielen Biografie und Geschichte der Figuren keine größere Rolle. Alles wird in der Schwebe gehalten. Man fragt sich, warum Iker auf die kopftuchtragende Ramia so aggressiv reagiert, wofür sie ihm Geld zahlen muss, und welche Funktion die stets vermittelnde Ana in dieser Konstellation übernimmt. Ohne zu psychologisieren, baut der Film Nähe zu seinen Figuren auf. Die Kamera nimmt die Perspektive der drei ein, man schaut mit ihnen aus dem Autofenster, sieht die Umgebung vorbeiziehen und spürt irgendwann, dass sie ihr Leben Revue passieren lassen. Später in der Natur wirken sie seltsam verloren, als seien sie schon nicht mehr anwesend. Regungslos hocken sie unter einem Baum oder liegen auf einer Wiese, während im Hintergrund Schafe durchs Bild laufen oder der Wind durch die Blätter rauscht. Dann beginnen die drei, ihren ungeheuerlichen Plan in die Tat umzusetzen, und Fin wird zu einem Psychothriller.

Spanien 2010, 89 Min

von

Luis Sampieri

mit

Sergi Gibert
Ramia Chaoui
Irene Garres