Berlinale: Pressemitteilungen


Pressemitteilungen 2009

Preise und Ehrungen

09.02.2009:
Berlinale Kamera für Manoel de Oliveira

Mit der Berlinale Kamera zeichnen die Internationalen Filmfestspiele Berlin seit 1986 Filmpersönlichkeiten oder Institutionen aus, denen sie sich besonders verbunden fühlen und denen sie mit dieser Ehrung ihren Dank ausdrücken möchten.

Neben den bereits gemeldeten Berlinale Kameras für den französischen Regisseur Claude Chabrol und den deutschen Film- und Fernsehproduzent Günter Rohrbach (Verleihung am 9.2. um 21 Uhr im Friedrichstadtpalast), ehrt die Berlinale in diesem Jahr auch den portugiesischen Regisseur Manoel de Oliveira mit einer Berlinale Kamera.

Der 100-jährige Manoel de Oliveira ist der älteste aktive Regisseur der Filmgeschichte und feierte Kritikererfolge mit Filmen wie O Passado e o Presente (Vergangenheit und Gegenwart, 1972) oder O Convento (Das Kloster, 1995). Sein Filmdebüt präsentierte er 1931 mit dem Stummfilm Douro, Faina Fluvial (Working on the Douro River), ab 1972 drehte er zahlreiche prominent besetzte Autorenfilme, u.a. mit Marcello Mastroianni, Catherine Deneuve und Michel Piccoli. Oliveira stellte seine Werke auf vielen europäischen Filmfestivals vor und wurde mehrfach ausgezeichnet. Auf der Berlinale war er fünf Mal zu Gast im Forum, zuletzt 1995 mit O dia do desespero (Der Tag der Verzweiflung) und A caixa (Blind Man's Bluff).

Anlässlich der Weltpremiere seines jüngsten Werks Singularidades de uma rapariga loura (Eigenheiten einer jungen Blondine) ist Manoel de Oliveira im diesjährigen Berlinale Special zu Gast. Die Internationalen Filmfestspiele Berlin ehren den Meister des Autorenkinos für sein beeindruckendes Lebenswerk mit der Berlinale Kamera. Manoel de Oliveira wird die Berlinale Kamera bei der Weltpremiere seines neuesten Films am 10. Februar 2009 um 21.45 Uhr im Cinema Paris im Institut Francais präsentieren, sie wird ihm bereits vorher überreicht.

Die Auszeichnung wird seit 2004 von dem Düsseldorfer Goldschmiedekünstler Georg Hornemann gestiftet. Seit der Berlinale 2008 hat die Trophäe ein neues Design. Die Berlinale Kamera besteht aus 128 Einzelteilen und ist einer realen Kamera nachempfunden. Viele der Silber- und Titanteile vom Schwenkkopf bis zum Stativ sind beweglich und goldschmiedekunstfertig zusammengefügt.

Presseabteilung

9. Februar 2009