Berlinale: Berlinale Themen


Panorama - 30 Years of Programming:
Celebration Presentations

Zum 30. Programmjubiläum des Panoramas hat der Grafiker Jörg Eschenburg ein Sonderplakat entworfen. Aus etwa 70.000 Archivfotos hat er 172 Bilder von Regisseuren und Schauspielern ausgesucht und zu einer historischen Collage zusammengestellt, auf die Sie hier einen Blick werfen können. Damit Sie den vielen Gesichtern auch die passenden Namen zuordnen können, steht Ihnen hier das Plakat mit Legende als Download zur Verfügung:

Plakat mit Legende (PDF)  (2,8 MB)

Panorama - 30 Years of Programming; Artwork: Jörg Eschenburg

Celebration Presentations

Anlässlich des 30. Jubiläums der Sektion, die 1980 vom damaligen Leiter Manfred Salzgeber als "Info-Schau" erstmalig präsentiert wurde (seit 1986 Panorama), wurden 2009 einige Filmemacher der frühen Jahre mit ihren neuesten Filmen vorgestellt: 1985 beispielsweise zeigte die "Info-Schau" das Filmdebüt von Gus Van Sant, Mala Noche, sowie die Dokumentation The Times Of Harvey Milk von Robert Epstein, der dafür den Oscar bekam. Bei den 59. Internationalen Filmfestspielen zeigte Gus Van Sant nun seinen neuen Film Milk über Harvey Milk, den ersten schwulen Stadtverordneten im San Francisco der späten 70 er Jahre, der einem Mordanschlag zum Opfer fiel, und Robert Epsteins Dokumentarfilm zum gleichen Thema kam zur Wiederaufführung.

Auch Catherine Breillats zweiter Film Tapage nocturne, der bereits im Gründungsjahr der Panorama-Sektion 1980 vertreten war, wurde 2009 wiederaufgeführt. Der Special TEDDY Award-Preisträger Joe Dallesandro, der damals einen der Protagonisten des Films verkörperte, kam außerdem anlässlich des Porträtfilmes Little Joe von Nicole Haeusser nach Berlin. Ihren neuen Film Barbe bleue präsentierte Breillat im Panorama Hauptprogramm.

Ein John Hurt-Triptychon rundete die Film-Feier zum 30. ab: im offiziellen Programm zeigte Panorama den neuen Film des Briten Richard Laxton, An Englishman In New York, in dem John Hurt den späten Quentin Crisp in seiner New Yorker Zeit spielt, ganz so wie von Sting 1987 besungen in dessen gleichnamigem Hit. Die Celebration Presentation umfasste dann sowohl den 1990 im Panorama uraufgeführten ersten Film von Jonathan Nossiter, Resident Alien (mit Quentin Crisp, John Hurt, Holly Woodlawn und Sting) als auch den legendären The Naked Civil Servant von Jack Gold (1975), in dem John Hurt den frühen Quentin Crisp in England darstellt.