Berlinale: Programm


Filmdatenblatt

Perspektive Deutsches Kino

Für Miriam

For Miriam

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FÜR MIRIAM

Ein Unfall mit Folgen: Die Mathematiklehrerin Karen wird in einen Ver­kehrs­un­fall verwickelt, bei dem eine Rollerfahrerin stirbt. Karen trifft keine Schuld, doch sie ist verstört. Umso mehr, als sie erfährt, dass es sich bei dem Un­fallopfer Miriam um die Schwester ihres Schülers Lukas handelt. Je be­harr­licher ihre gesamte Umgebung sie entlastet, desto mehr Schuld empfindet Karen selbst. Der Unfall bedeutet für sie eine Gleichung, die nicht aufgeht.
Um etwas wiedergutzumachen, erteilt sie Lukas Nachhilfeunterricht in
Mat­he­matik. Doch der Junge fordert in seinem Schmerz wesentlich mehr. Ge­trieben von dem Wunsch nach Abbitte lässt Karen sich auf eine selbst­zerstörerische Beziehung ein. So rigide sie sich in die physischen Begeg­nun­gen mit Lukas zwingt, so stark entfremdet sie sich von ihrem Freund Christian. Der möchte nach vorne schauen und bringt seiner Lebens­ge­fähr­tin immer weniger Verständnis entgegen. Die Beziehungs­pro­ble­me eskalieren.
In ihrer Einsamkeit und Trauer wähnt Karen sich nur von Lukas verstanden. Und so macht die schmerzhafte Verbundenheit dieser beiden bald etwas ganz anderes möglich.

Deutschland 2008, 58 Min

von

Lars-Gunnar Lotz

mit

Franziska Petri
Vincent Redetzki
Kai Scheve
Regina Gisbertz