Berlinale: Pressemitteilungen


Pressemitteilungen 2008

Wettbewerb

26.11.2007:
Berlinale 2008: Oscar-Preisträger Costa-Gavras wird Jury-Präsident

Der griechisch-französische Regisseur Costa-Gavras wird Präsident der Internationalen Jury der Berlinale 2008.

Der in Frankreich lebende Regisseur griechischer Herkunft gehört zu den renommiertesten Vertretern des engagierten, politischen Films. Seine Arbeiten wurden vielfach ausgezeichnet und sein Film Z gehört zu den Klassikern des politischen Kinos. Costa-Gavras ist auch Präsident der französischen Cinemathèque.

„Ich freue mich, dass wir einen großartigen Regisseur wie Costa-Gavras als Jury-Präsidenten gewinnen konnten“, sagt Berlinale-Direktor Dieter Kosslick. „Seine Arbeit vereint Gesellschaftskritik und große Kunst.“

Nach dem Studium an der Pariser Filmhochschule feierte Costa-Gavras 1965 sein Regie-Debüt mit Mord im Fahrpreis inbegriffen. Der internationale Durchbruch gelang ihm 1969 mit dem Politthriller Z, für den er mit zwei Oscar-Preisen ausgezeichnet wurde: Bester ausländischer Film und Bester Schnitt. Zu seinem umfangreichen Werk gehören unter anderem Missing (1981, mit Jack Lemmon und Sissy Spacek, Oscar für das Beste Drehbuch, Goldene Palme sowie Jack Lemmon Bester Darsteller Cannes 1982) über den Militärputsch in Chile, Verraten (1988, mit Debra Winger und Tom Berenger) über Rassismus in den USA sowie Music Box (mit Armin Mueller-Stahl und Jessica Lange), für den Costa-Gavras den Goldenen Bären bei der Berlinale 1990 erhielt.

2002 war Costa-Gavras im Wettbewerb der Berlinale mit Amen (mit Ulrich Tukur und Ulrich Mühe) vertreten. Die Verfilmung des Theaterstücks „Der Stellvertreter“ von Rolf Hochhuth thematisiert die Verstrickungen der katholischen Kirche in den Nationalsozialismus.

Nach seiner Jury-Tätigkeit bei den 58. Internationalen Filmfestspielen Berlin beginnt Costa-Gavras im März 2008 mit den Dreharbeiten für seinen nächsten Film. Mit Eden is West dreht er erstmals nach fast 40 Jahren wieder in seinem Heimatland Griechenland.

Presseabteilung

26. November 2007