Berlinale: Pressemitteilungen


Pressemitteilungen 2007

Wettbewerb

22.01.2007:
Wettbewerb der Berlinale ist komplett

Die Auswahl für den Wettbewerb der 57. Internationalen Filmfestspiele Berlin ist abgeschlossen. Das Wettbewerbsprogramm umfasst 26 Filme, darunter 19 Weltpremieren, sechs internationale Premieren und eine Europäische Premiere. Vier Filme werden außer Konkurrenz präsentiert.

Lateinamerika ist mit zwei Filmen vertreten: Die brasilianische Produktion O ano em que meus pais saíram de férias (Das Jahr als meine Eltern im Urlaub waren) von Cao Hamburger erzählt die Geschichte des 12jährigen Mauro im Brasilien der 70er Jahre , dessen Eltern während der Militärdiktatur überraschend „verreisen“ müssen. Die Hauptrollen spielen Michel Joelsas, Germano Haiut und Daniela Piepczyk. Der Regisseur ist für seine erfolgreiche TV-Serie Carnival´s Sons bekannt, für die er für den International Emmy Award nominiert wurde. (Internationale Premiere)

Ariel Rotter präsentiert mit El otro (Argentinien/Frankreich/Deutschland) nach Solo por hoy (2001) seinen zweiten Spielfilm. Thema ist die existentielle Verunsicherung eines Mannes, der beschließt, seine Identität zu wechseln. Die Hauptrolle spielt Julio Chávez, der im vergangenen Jahr in dem argentinischen Berlinale-Beitrag El Custodio zu sehen war. El Otro gehört zu den Förderprojekten des World Cinema Fund. (Weltpremiere)

Aus Israel wurde Beaufort in den Wettbewerb eingeladen. In seinem dritten Spielfilm beschreibt Joseph Cedar (Campfire) die Geschichte der letzten Militäreinheit Israels, die vor dem Abzug aus dem Libanon im Süden des Landes stationiert war. Der Regisseur schildert die Ängste und Nöte der Soldaten in der legendären Festung Beaufort. Zu den Darstellern gehören Alon Abutbul und Eli Eltonyo. (Weltpremiere)

Als Koproduktion zwischen der Republik Korea und Frankreich zeigt die Berlinale Hyazgar (Desert Dream) von Zhang Lu, der zuletzt mit seinem preisgekrönten Drama Grain in Ear internationale Aufmerksamkeit erregte. Schauplatz ist ein kleines, von der Dürre bedrohtes Dorf im Grenzgebiet zwischen China und der Mongolei, in dem sich die Lebenswege eines Bauern, einer aus Nordkorea geflohenen Frau und eines Soldaten kreuzen. In den Hauptrollen spielen Bat-ulzii und Seo Jung. (Weltpremiere)

In der chinesischen Produktion Tu ya de hun shi (Tuya‘s Marriage) erzählt Regisseur Wang Quan‘an (The Story of Er Mei) von den Bemühungen einer Frau, einen neuen Ehemann zu finden, der sich sowohl um sie als auch um ihren kranken Ex-Mann kümmert. Die Titelrolle spielt Yu Nan. (Weltpremiere)

Ebenfalls aus der VR China wurde Ping Guo (Lost in Beijing) in den Wettbewerb eingeladen. Vor dem Hintergrund einer sich rasant wandelnden Metropole skizziert Regisseurin Li Yu (Fish and Elephant) die Sehnsüchte, Ängste und Wertvorstellungen mehrerer Bewohner Pekings. (Weltpremiere)

Die Independent-Produktion When A Man Falls in the Forest (Deutschland/Kanada/USA) von Regisseur Ryan Eslinger (Madness and Genius) schildert eine Gruppe von Personen in einem US-amerikanischen Provinzdorf, die mit der eigenen Isolation und Einsamkeit fertig werden müssen. In dem Drama spielen Sharon Stone, Timothy Hutton und Dylan Baker. (Weltpremiere)

Außer Konkurrenz läuft 300 (USA) von Zack Snyder (Dawn of the Dead). Der in virtuellen Settings inszenierte Film nach einer Vorlage des legendären Comic-Zeichners Frank Miller (Batman, Sin City) schildert die Schlacht von Thermopylae im Jahr 480 v. Chr., bei der sich der König von Sparta mit dreihundert Getreuen der Übermacht der persischen Armee unter ihrem König Xerxes entgegenstellte. Zu den Darstellern gehören Gerard Butler, Lena Headey und Rodrigo Santoro. (Weltpremiere)

Der britische Beitrag Notes on a Scandal (außer Konkurrenz) von Richard Eyre (Iris) entwirft ein Psychodrama über zwei Frauen, deren aufkeimende Freundschaft eine düstere Wendung nimmt. In der auf Zoe Hellers’ Roman basierenden Geschichte über Einsamkeit, Ergebenheit, Eifersucht und Liebe spielen die Oscar-Preisträgerinnen Judi Dench und Cate Blanchett. (Internationale Premiere)

Ebenfalls aus Großbritannien kommt der Film Hallam Foe von David Mackenzie (Asylum). Der junge Hallam (Jamie Bell) kann den Verlust seiner Mutter nicht verwinden. Er verbringt seine Tage damit, seine Mitmenschen heimlich zu beobachten und offenbart dabei seine innersten Ängste und sonderbarsten Sehnsüchte. Getrieben davon, den wahren Grund des Todes seiner Mutter zu erfahren, flieht er in die Großstadt. (Weltpremiere)

Als Abschlussfilm der 57. Berlinale wird François Ozons (8 Frauen) Wettbewerbs-Beitrag Angel gezeigt. Die französisch-belgisch-britische Ko-Produktion, die komplett in englischer Sprache gedreht wurde, spielt im England des beginnenden 20. Jahrhunderts. Geschildert werden Aufstieg und Fall einer jungen Frau, die aus einfachen Verhältnissen stammt und als Schriftstellerin bis in die höchsten Schichten der Gesellschaft vordringt. In den Hauptrollen sind Romola Garai, Charlotte Rampling sowie Sam Neill zu sehen. (Weltpremiere)

Die Wettbewerbsfilme in alphabetischer Reihenfolge:

  • 300 von Zack Snyder, USA (Weltpremiere, Außer Konkurrenz)
  • Angel von François Ozon, Frankreich/Belgien/Großbritannien (Weltpremiere) / Abschlussfilm
  • Beaufort von Joseph Cedar, Israel (Weltpremiere)
  • Bordertown von Gregory Nava, USA (Weltpremiere)
  • Die Fälscher (The Counterfeiters) von Stefan Ruzowitzky, Deutschland/Österreich (Weltpremiere)
  • El otro (The Other) von Ariel Rotter, Argentinien/Frankreich/Deutschland (Weltpremiere)
  • Goodbye Bafana von Bille August, Deutschland/Frankreich/Belgien/Großbritannien/Italien (Weltpremiere)
  • Hallam Foe von David Mackenzie, Großbritannien (Weltpremiere)
  • Hyazgar (Desert Dream) von Zhang Lu, Republik Korea/Frankreich (Weltpremiere)
  • In memoria di me (In Memory Of Myself) von Saverio Costanzo, Italien (Weltpremiere)
  • Irina Palm von Sam Garbarski, Belgien/Deutschland/Luxemburg/Großbritannien/Frankreich (Weltpremiere)
  • La Vie en Rose von Olivier Dahan, Frankreich/Großbritannien/Tschechische Republik (Weltpremiere)/ Eröffnungsfilm
  • Les Témoins (The Witnesses) von André Téchiné, Frankreich (Weltpremiere)
  • Letters From Iwo Jima von Clint Eastwood, USA (Europäische Premiere, Außer Konkurrenz)
  • Ne touchez pas la hache (Don’t Touch The Axe) von Jacques Rivette, Frankreich/ Italien (Weltpremiere)
  • Notes On A Scandal (Tagebuch eines Skandals) von Richard Eyre, Großbritannien (Internationale Premiere, Außer Konkurrenz)
  • O ano em que meus pais saíram de férias (The Year My Parents Went On Vacation) von Cao Hamburger, Brasilien/Argentinien (Internationale Premiere)
  • Obsluhoval jsem anglickeho kralé (I Served The King Of England) von Jirí Menzel, Tschechische Republik/ Slowakische Republik (Internationale Premiere)
  • Ping guo (Lost In Beijing) von Li Yu, VR China (Weltpremiere)
  • Sai bo gu ji man gwen chan a (I’m A Cyborg, But That’s Ok) von Park Chan-wook, Republik Korea (Internationale Premiere)
  • The Good German von Stephen Soderbergh, USA (Internationale Premiere)
  • The Good Shepherd (Der gute Hirte) von Robert de Niro, USA (Internationale Premiere)
  • The Walker von Paul Schrader, USA/Großbritannien (Weltpremiere, Außer Konkurrenz)
  • Tu ya de hun shi (Tuya's Marriage) von Wang Quan'an, VR China (Weltpremiere)
  • When A Man Falls In The Forest von Ryan Eslinger, Deutschland/Kanada/USA (Weltpremiere)
  • Yella von Christian Petzold, Deutschland (Weltpremiere)

Presseabteilung

22. Januar 2007