Berlinale: Pressemitteilungen


Pressemitteilungen 2007

Preise und Ehrungen

30.01.2007:
Berlinale Kameras für Gianni Minà, Márta Mészáros, Dorothea Moritz und Ron Holloway

Mit der Berlinale Kamera zeichnen die Internationalen Filmfestspiele Berlin seit 1986 Filmpersönlichkeiten oder Institutionen aus, denen sie sich besonders verbunden fühlen – und denen sie mit dieser Ehrung ihren Dank ausdrücken möchten. Die Auszeichnung wird seit 2004 von dem Düsseldorfer Juwelier Georg Hornemann gestiftet.

Für ihre Verdienste um den Film werden bei der 57. Berlinale der italienische Fernsehjournalist und Dokumentarfilmer Gianni Minà, die ungarische Filmregisseurin Márta Mészáros, sowie die Journalisten Dorothea Moritz und Ron Holloway mit einer Berlinale Kamera geehrt.

Der italienische Journalist und Dokumentarfilmer Gianni Minà hat zuletzt mit der Dokumentation Travelling With Che Guevara, mit dem er 2004 im Panorama zu Gast war, auf sich aufmerksam gemacht.

Anlässlich der Verleihung der Berlinale Kamera an Gianni Minà zeigt die Berlinale zwei seiner einzigartigen Dokumentationen, die aus Gesprächen mit Fidel Castro und Che Guevara entstanden sind. Ein historisches Dokument ist der Film Cuban Memories: Un dia con Fidel (1987), das erste ausführliche Interview mit dem kubanischen Staatschef überhaupt. Die Dokumentation Cuban Memories: Fidel cuenta el Che (1987) liefert einen beeindruckenden Bericht aus erster Hand über die Entwicklung Che Guevaras vom jungen Mediziner zum Revolutionär und nicht zuletzt über die Umstände, die 1967 zu seiner Ermordung führten.

Gianni Minà wird die Berlinale Kamera am 11. Februar um 21.30 Uhr im Filmpalast Berlin überreicht. Im Anschluss an die Verleihung werden die beiden Dokumentarfilme gezeigt.

Die ungarische Filmregisseurin Márta Mészáros wurde 1975 für ihr Drama Örökbefogadás (Die Adoption) mit dem Goldenen Bären der Berlinale ausgezeichnet. Der Film markierte den internationalen Durchbruch der Regisseurin. Nach ihrem Studium an der Filmhochschule Moskau kehrte Márta Mészáros 1956 nach Ungarn zurück, wo sie zunächst vor allem Dokumentarfilme drehte. Ihr erster Spielfilm Eltávozott nap (Das Mädchen, 1968) war der erste von einer Frau gedrehte ungarische Spielfilm.

Die Verleihung der Berlinale Kamera an Márta Mészáros findet am 13. Februar um 21.30 Uhr im Filmpalast Berlin statt. Im Anschluss an die Zeremonie wird ihr Film Örökbefogadás (Die Adoption, 1975) gezeigt.

Der Berlinale ist der Journalist Ron Holloway seit Langem verbunden. Bereits 1976 hat Ron Holloway zur Diversifikation der Programme beigetragen. Gemeinsam mit seiner Frau Dorothea Moritz gründete er 1979 das englischsprachige Filmjournal „KINO German Film & International Reports“, das sich ausschließlich dem deutschen Film widmet. Mit Leidenschaft und Fachwissen berichten Dorothea Moritz und Ron Holloway auf internationaler Ebene über das deutsche Filmschaffen. Die Schauspielerin Dorothea Moritz hat 19 Jahre lang für die Berlinale Filme ausgewählt, Ron Holloway hat auch als Dokumentarfilmer gearbeitet.

Anlässlich der Verleihung der Berlinale Kamera an den Regisseur und Filmjournalisten Ron Holloway zeigt das Festival dessen Dokumentarfilm Parajanov. 1994 entstand dieses dokumentarische Porträt des gefeierten armenischen Regisseurs Sergej Parajanov (1924-1990), der mit der teils surrealen Bilderwelt seiner Filme den Argwohn der sowjetischen Regierenden erregte.

Am 16. Februar um 21.30 Uhr werden Dorothea Moritz und Ron Holloway im Filmpalast Berlin mit einer Berlinale Kamera geehrt. Im Anschluss an die Verleihung wird Ron Holloways Dokumentarfilm Parajanov - ein Requiem (1994) gezeigt.

Presseabteilung

30. Januar 2007