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Filmdatenblatt

Magnum in Motion

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MAGNUM IN MOTION

Anlässlich des 60. Geburtstags der weltberühmten Fotoagentur zeigen die Internationalen Filmfestspiele Berlin und Magnum Photos die Sonderreihe MAGNUM IN MOTION. Die Filmreihe umfasst Dokumentarfilme, Porträts der Fotokünstler, Kurzfilme und Fotoessays aus aller Welt. Mit der Gründung von Magnum Photos 1947 wurde ein neues Kapitel in der Geschichte des Fotojournalismus aufgeschlagen. Vier eigenwillige Fotografen - Robert Capa, Henri Cartier-Bresson, George Rodger und David "Chim" Seymour - schlossen sich als Agentur zusammen, um ihre Kunst- und Reportagefotografie unabhängig produzieren zu können. Magnum Photos etablierte als erste Agentur die Autorenschaft und das Urheberrecht der Fotografen. Bis heute werden bei Magnum Photos alle wichtigen Entscheidungen von den Mitgliedern getroffen, damit ist es sicherlich die am längsten bestehende Künstlerkooperative der Welt. Mit Cartier-Bresson gesprochen: "Magnum ist eine Gemeinschaft der Denkweisen, eine menschliche Qualität, die man teilt, Neugier auf die Welt, Respekt gegenüber dem, was man vorfindet, und der Wunsch, es visuell umzusetzen."
Die Liste ehemaliger und aktueller Magnum-Mitglieder liest sich wie das Who's who der Fotografie. Dass Magnum-Fotografen auch mit dem Medium Film gearbeitet haben, ist weniger bekannt. Zahlreiche Magnum-Künstler haben sich dem Kino zu gewandt: von der Gründergeneration Henri Cartier-Bresson, Elliott Erwitt, René Burri und Eve Arnold bis zu späteren Mitglie dern wie Raymond Depardon, Thomas Hoepker, Donovan Wylie und Susan Meiselas. "Geschichten in unterschiedlichen Formaten zu erzählen, war schon immer die Leidenschaft der Magnum-Fotografen - ob mittels Fotografie, Film oder animiertem Fotoessay", erläutert dazu Dominique Green, Direktorin von Magnum Photos, London.
Begleitend erscheint eine Broschüre mit DVD. Die Berliner Galerie Camera Work zeigt vom 9. Februar-3. März 2007 eine Fotoausstellung mit Arbeiten von Magnum-Fotografen.

USA 1992, 10 Min

von

Peter Marlow