Berlinale: Programm


Filmdatenblatt

Panorama

The Bubble

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THE BUBBLE

Die Gegend um die Sheikin Street ist das schickste und hippeste Viertel von Tel Aviv. Mit ihren Modeläden und Gallerien scheint die Sheikin Street auf einem anderen Planeten zu liegen als der Rest des Nahen Ostens. Zu den Bewohnern dieser "friedlichen Seifenblase", die von den Konflikten in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft so wenig wie möglich wahrnehmen wollen, gehören auch drei junge Israelis, die sich hier eine Wohnung teilen: Lulu und das schwule Paar Noam und Yali. Lulu arbeitet in einem Body Shop, Noam in einem Plattenladen, Yali betreibt ein Café. Das coole und vorhersehbare Szeneleben des Trios nimmt eine unerwartete Wendung, als Noam den jungen Palästinenser Ashraf kennen lernt: Noam ist als Wachtposten an einem Grenzübergang zur Westbank eingeteilt, als Ashraf in unmittelbarer Nähe als Geburtshelfer tätig wird. Später trifft man sich in Tel Aviv wieder, wo die beiden Männer eine Affäre miteinander beginnen. Auch Lulu und Yali haben ihre Affären - doch die zwischen Noam und Ashraf scheint eine besondere zu sein: ein Symbol für gegenseitiges Verständnis und den Frieden. Darum beschließen die jungen Israelis, Ashraf den illegalen Aufenthalt in Tel Aviv zu ermöglichen. Er muss sich nur etwas anders kleiden, dann arbeitet er unter einem hebräischen Namen in Yalis Café. Eine Strandparty, die sich gegen die Besetzung der palästinensischen Gebiete richtet, soll das friedliche Zusammenleben besiegeln. Doch die Utopie der jungen Leute wird von der politischen und sozialen Wirklichkeit des Nahen Ostens und der immer wieder ausbrechenden Gewalt schließlich eingeholt.

Israel 2006, 115 Min

von

Eytan Fox

mit

Ohad Knoller
Yousef 'Joe' Sweid
Daniela Wircer
Alon Friedmann

Weltvertrieb

Scalpel