Berlinale: Pressemitteilungen


Pressemitteilungen 2006

Selling Democracy

30.01.2006:
Selling Democracy: Broschüre und DVD-Edition

Zum Abschluss der auf drei Jahre angelegten Berlinale-Filmreihe zum Marshallplan erscheinen zwei Publikationen: die DVD-Edition „Selling Democracy – Die Filme des Marshallplans“ und die Broschüre „Selling Democracy – Friendly Persuasion“.

Die DVD zeigt, wie die Vision eines freien, selbstbewussten und demokratischen Europas in zahlreichen Filmproduktionen propagiert wurde. Diese boten teils spielerisch, teils pädagogisch eine beispielhafte Hilfe zur Selbsthilfe. Es wird aber auch die Gegenpropaganda der Sowjetunion und der DDR auf den Marshallplan dokumentiert. Diese Filme versuchen, die dem Westen zukommende Hilfe zu diskreditieren und die Bevölkerung ideologisch gegen den politischen Gegner zu immunisieren. Die DVD-Edition zu den Marshallplan-Filmen zeigt ein umfassendes und vielgestaltiges Bild von der gespaltenen Situation der Nachkriegszeit und vermittelt einen Eindruck von der Hoffnung der Menschen auf eine bessere Zukunft.

Selling Democracy – Die Filme des Marshallplans“ enthält 23 Kurzfilme aus den Jahren 1948 bis 1953 und ein umfangreiches Booklet. Sie wird von der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb in Kooperation mit der Berlinale, dem Deutschen Historischen Museum Berlin und dem Bundesarchiv-Filmarchiv herausgegeben und ist vor allem für die politische Schul- und Erwachsenenbildung geeignet. In Kürze bestellbar über die Website der bpb (www.bpb.de).

In der Broschüre „Selling Democracy – Friendly Persuasion“ resümiert David Ellwood die Politik des Marshallplans und wirft einen Blick auf europäische Filme, die die „Amerikanisierung“ in ironischer Weise behandeln. Sandra Schulberg kommentiert die Auseinandersetzung um A Foreign Affair (Billy Wilder, 1948), der vor allem dem Filmdepartment der Marshallplan-Verwaltung problematisch erschien. Andere Beispiele für Uneinigkeit über die Ausrichtung des Marshallplan-Filmprogramms dokumentiert Frank Mehring. Jeanpaul Goergen und Günter Agde schießlich stellen ost- und westdeutsche Filme und ihren Blick auf die „Amerikanisierung“ vor. Die zweisprachige Broschüre (deutsch/englisch) wird an Besucher der Filmreihe kostenlos ausgegeben.

Am 10. Februar um 18 Uhr werden Thomas Krüger, Präsident der bpb, David Ellwood, Universität Bologna, und Rainer Rother, Kurator von Selling Democracy, die historische Film-Edition im Filmmuseum/Filmhaus am Potsdamer Platz (1. Etage) vorstellen.

Presseabteilung

30. Januar 2006