Berlinale: Pressemitteilungen


Pressemitteilungen 2006

Preise und Ehrungen

24.01.2006:
Neuer Preis für Besten Erstlingsfilm

Mit einer eigenen dreiköpfigen internationalen Jury ruft die Berlinale 2006 den Preis für den Besten Erstlingsfilm ins Leben. Die mit 25.000 Euro dotierte Auszeichnung wird von der Gesellschaft zur Wahrnehmung von Film- und Fernsehrechten (GWFF) gestiftet.

Die GWFF ist der Berlinale seit langem als Preisstifter verbunden. Bis 2005 hat die AGICOA Urheberrechtsschutz GmbH, an der die GWFF mehrheitlich beteiligt ist, den Preis „Blauer Engel“ gestiftet, der nun von der neuen Auszeichnung abgelöst wird.

2006 bewerben sich insgesamt 13 Filme um die Auszeichnung. Spielfilmdebüts aus den Sektionen Wettbewerb (3 Filme), Panorama (6 Filme) und Kinderfilmfest/14plus (4 Filme) werden um den neuen Preis konkurrieren. Die Bekanntgabe der Gewinner findet am 18. Februar bei der offiziellen Gala zur Preisverleihung im Berlinale-Palast statt. Regisseur und Produzent des herausragenden Debüts teilen sich das Preisgeld.

Forumsfilme beteiligen sich erst 2007 am Wettbewerb um das beste Debüt, da 2006 noch eine eigene Auszeichnung – der Wolfgang-Staudte-Preis – besteht.

Jury für den Besten Erstlingsfilm

Valentina Cervi (Schauspielerin, Italien)

Die italienische Schauspielerin Valentina Cervi gehört zu den neuen Talenten des italienischen Kinos. Sie hat mit zahlreichen internationalen Regisseuren gearbeitet, darunter Jane Campion (Portrait Of A Lady), Mike Figgis (Hotel) und Peter Greenaway (The Tulse Luper Suitcases). Im vergangenen Jahr war Valentina Cervi mit Provincia Meccanica von Stefano Mordini im Wettbewerb der Berlinale zu sehen.

Goran Paskaljevic (Regisseur, Serbien)

Der in Belgrad geborene Regisseur begann seine Karriere als Dokumentarfilmer im ehemaligen Jugoslawien. 1992 verließ er seine Heimat und kehrte 1998 zurück, um den Spielfilm Das Pulverfass zu drehen, der mehrfach ausgezeichnet wurde (u.a. Preis der Filmkritik in Venedig). Für Midwinter Night’s Dream über das Serbien der Nachkriegszeit erhielt Paskaljevic 2004 den Spezialpreis der Jury in San Sebastián. Derzeit beendet er die Postproduktion seines neuen Films The Optimists.

Hans Weingartner (Regisseur, Deutschland)

Der gebürtige Österreicher Hans Weingartner studierte Physik und Neurochirurgie, bevor er sich dem Filmemachen zuwandte. Sein viel beachtetes Spielfilmdebüt Das weiße Rauschen erhielt mehrere Auszeichnungen (u.a. Max-Ophüls-Preis, First Steps Award 2001). Mit dem Nachfolgefilm Die fetten Jahre sind vorbei wurde er 2004 als erster deutschsprachiger Film seit elf Jahren in den Wettbewerb von Cannes eingeladen.

Presseabteilung

24. Januar 2006