Berlinale: Pressemitteilungen


Pressemitteilungen 2006

Wettbewerb

17.01.2006:
Die Internationale Jury der 56. Berlinale

Unter der Präsidentschaft von Charlotte Rampling wird eine achtköpfige internationale Jury über die Vergabe der Goldenen und Silbernen Bären entscheiden. Zum ersten Mal in der 56-jährigen Geschichte der Filmfestspiele gibt die Jury die Preisträger erst während der Preisverleihung am 18. Februar bekannt. Diese wird vom TV Sender ZDF/3sat live aus dem Berlinale-Palast übertragen.

Zur Internationalen Jury gehören:

Charlotte Rampling (Schauspielerin, UK), Jury-Präsidentin

Die in Frankreich lebende Charakterdarstellerin zählt zu den bedeutendsten internationalen Stars der Gegenwart. Sie stand für Regisseure wie Luchino Visconti (Die Verdammten), Woody Allen (Stardust Memories), John Boorman (Zardoz), Sydney Lumet (The Verdict) oder Alan Parker (Angel Heart) vor der Kamera. Für ihre Rolle in Swimming Pool von François Ozon erhielt sie 2003 den Europäischen Filmpreis als beste Schauspielerin.

Matthew Barney (Objektkünstler, USA)

Der New Yorker Objekt- und Multimediakünstler Matthew Barney avancierte Mitte der neunziger Jahre zum Shooting-Star der internationalen Kunstszene. Von 1994 bis 2002 drehte Barney den fünfteiligen Kunstfilmzyklus The Cremaster Cycle. Sein jüngster Film Drawing Restraint 9 entstand in Zusammenarbeit mit seiner Frau, der Sängerin Björk.

Yash Chopra (Produzent und Regisseur, Indien)

Mit seinen Bollywood-Musicals begeistert der erfolgreiche Produzent und Regisseur in Indien ein Millionenpublikum. Seine Karriere startete er 1959 als Filmemacher, wechselte aber bald ins Produzentenfach und hat inzwischen mit seinem eigenen Studio Yash Raj Films rund 30 Filme verwirklicht. Sein Liebesdrama Veer-Zaara gewann 2005 die Hauptpreise der International Indian Film Academy.

Marleen Gorris (Regisseurin, Niederlande)

Bereits mit ihrem Debüt Die Stille um Christine M. (1982) wurde die niederländische Regisseurin Marleen Gorris international bekannt. Die Familienchronik Antonias Welt (1995) erhielt unter anderem den Oscar für den besten fremdsprachigen Film. 1997 adaptierte Marleen Gorris Virginia Woolfs Romanklassiker Mrs. Dalloway.

Janusz Kaminski (Kameramann, Polen)

Der mit zwei Oscars gekrönte polnische Kameramann arbeitet seit 1989 mit Steven Spielberg zusammen und hat entscheidend den Look von Filmen wie Schindlers Liste, Amistad, Der Soldat James Ryan und Krieg der Welten geprägt. Auch bei Spielbergs neuem Werk Munich stand er hinter der Kamera. Sein Regiedebüt gab er 2000 mit dem Thriller Lost Souls.

Lee Young-ae (Schauspielerin, Republik Korea)

Lee Young-ae ist eine der populärsten Schauspielerinnen Südkoreas. 2001 war sie mit dem Thriller Joint Security Area im Berlinale-Wettbewerb zu Gast. Für ihre Hauptrolle in dem auch international sehr erfolgreichen Drama Sympathy for Lady Vengeance erhielt die Darstellerin im vergangenen Jahr unter anderem den Blue Dragon Film Award.

Armin Mueller-Stahl (Schauspieler, Deutschland)

Armin Mueller-Stahl ist einer der großen deutschen Stars mit Weltruhm. Er begann seine Karriere in der DDR, spielte unter der Regie von Frank Beyer in Filmen wie Nackt unter Wölfen und Jakob der Lügner und wurde nach seiner Übersiedlung in den Westen mit Filmen wie Lola von Rainer Werner Fassbinder und Music Box von Costa-Gavras international bekannt. Für seine Rolle in Shine erhielt er 1996 eine Oscar-Nominierung. 1992 wurde er für seinen Part in Utz mit dem Silbernen Bären, 1997 mit der Berlinale-Kamera geehrt.

Fred Roos (Produzent, USA)

Der amerikanische Erfolgsproduzent zählt jetzt schon zu den legendären Hollywood-Tycoons. Als Casting Director für George Lucas oder John Huston entdeckte er Talente wie Harrison Ford, Jack Nicholson und Tom Cruise. Zu den aktuellen Produktionen des mehrfachen Oscar-Preisträgers gehören Francis Ford Coppolas Youth Without Youth und Marie Antoinette von Sofia Coppola.

Die Internationale Jury vergibt im Wettbewerb obligatorisch folgende Preise:

den Goldenen Bären für den besten Film (für den Produzenten)

den Großen Preis der Jury – Silberner Bär

den Silbernen Bären für die beste Regie

den Silbernen Bären für die beste Darstellerin

den Silbernen Bären für den besten Darsteller

den Silbernen Bären für eine künstlerische Leistung

den Silbernen Bären für die beste Filmmusik

Außerdem verleiht die Jury – in Erinnerung an den Gründer des Festivals – den Alfred-Bauer-Preis für einen Spielfilm, der neue Perspektiven der Filmkunst eröffnet.

Presseabteilung

17. Januar 2006