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Container

CONTAINER

„Eine Frau im Körper eines Mannes. Ein Mann im Körper einer Frau. Jesus in Marias Magen. Wasser bricht durch. Es fließt in mich rein. Ich kriege den Deckel nicht zu. Mein Herz ist voll.“
So beschreibt Lukas Moodysson seinen Film. In ihm ist der Monolog einer weiblichen Stimme zu hören, eine sanft tönende Suada. Sie dreht sich um Brad Pitt und Paris Hilton, um David Beckham und Saddam Hussein, um Sex und den Krieg im Irak, um Homosexualität und Homophobie. Zu den Schilderungen aus einem eher fantasievoll als wirklich abwechslungsreich geführten Leben sieht man schwarzweiße Bilder. Kräftig gekörnt zeigen sie einen Mann und eine Frau bei nicht alltäglichen Verrichtungen: Interaktionen, die in der Summe keine Geschichte ergeben, sondern eher Environments sind. Fotocollagen und semidokumentarische Szenen erinnern an die Fluxus-Kunst der 60er Jahre, als es noch – auch das zeigt der Film – unter guten Kommunarden Gruppensex gab.
„Ich, der Unterzeichnete“, erklärt Lukas Moodysson, „bestätige hiermit, dass CONTAINER ein Film über den kleinen Liebling ist, der in allen von uns lebt. Ich hoffe, dass ihn sieben Menschen sich zu Herzen nehmen; einer für jedes Jahr, das vergangen ist, seitdem ich meinen ersten Film hier in Berlin gezeigt habe. Während dieser sieben Jahre wurde jede Zelle meines Körpers durch eine neue ersetzt. Ich bin ein anderer geworden. Ich bin derselbe geblieben. Ich bin froh, wieder hier zu sein.“

Schweden 2006, 74 Min

von

Lukas Moodysson

mit

Peter Lorentzon
Mariha Åberg

Weltvertrieb

Trust Film Sales ApS