Berlinale: Pressemitteilungen


Pressemitteilungen 2005

Preise und Ehrungen

01.02.2005:
Berlinale 2005: Goldene Ehrenbären an Im Kwon-Taek und Fernando Fernán Gómez

Die 55. Internationalen Filmfestspiele Berlin ehren in diesem Jahr den koreanischen Filmemacher Im Kwon-Taek und den spanischen Schauspieler, Regisseur und Drehbuchautor Fernando Fernán Gómez mit einem Goldenen Ehrenbären für ihr Lebenswerk.

Goldener Ehrenbär für Im Kwon-Taek

Im Kwon-Taek wird am 12. Februar 2005 um 21.30 Uhr im Filmpalast Berlin der Goldene Ehrenbär verliehen. Im Anschluss an die Verleihung wird aus Anlass dieser Ehrung Im Kwon-Taeks beeindruckender Film Chunnhyang dyeon (Chunhyang, 2000) gezeigt. Außerdem widmet sich die diesjährige Werkschau dem koreanischen Regisseur, der unter den großen Filmemachern Asiens eine Sonderstellung einnimmt.

Im Kwon-Taek begann seine filmische Arbeit 1962 und stellt derzeit seine 100. Produktion her. Auf der Berlinale war Im Kwon-Taek bereits sieben Mal in verschiedenen Sektionen vertreten. Das Werk des koreanischen Regisseurs ist ebenso vielseitig wie umfangreich. In seinem Querschnitt durch die Geschichte und Kultur seines Landes behandelt Im Kwon-Taek immer wieder die Themen des Bürgerkriegs und der Teilung des Landes. Trotz verschiedener stilistischer Richtungen besitzen seine Filme eine unverwechselbare Handschrift: Sie sind kraftvoll und kinematografisch aufgeladen sowie verhalten, stilisiert und musikalisch.

Sein prachtvoll inszenierter Film Chunhyang dyeon (Chunhyang) spielt im 17. Jahrhundert und hat eine beliebte koreanische Volkserzählung zum Inhalt. Im Zentrum stehen der Nachfahre einer Prinzenfamilie und die stolze und gebildete Tochter einer Kurtisane. Die Liebe der beiden wird auf eine harte Probe gestellt, als die junge Frau zur Heirat mit einem Provinzgouverneur gezwungen werden soll. Im Kwon-Taek inszeniert mit Chunhyang dyeon eine kunstvoll stilisierte Liebesoper: Traditionelle koreanische Vokalmusik ergänzt die filmische Erzählung.

Goldener Ehrenbär für Fernando Fernán Gómez

Fernando Fernán Gómez wird am 14. Februar 2005 um 21.30 Uhr im Filmpalast Berlin der Goldene Ehrenbär verliehen. Im Anschluss an die Verleihung wird Patricia Ferreiras Para que no me olvides (Something to Remember Me By) gezeigt. In diesem Film aus dem Jahr 2005 spielt Fernando Fernán Gómez die Hauptrolle. Der Film erzählt von Menschen unterschiedlicher Generationen, von Schmerz und Erinnerung und von der Schwierigkeit, einander zu verstehen.

Als Schauspieler, Regisseur und Drehbuchautor gehört Fernando Fernán Gómez seit den 40er Jahren zu den wichtigsten Persönlichkeiten des spanischen Kinos. Er hat in 200 Filmen mitgespielt, bei 30 Filmen Regie geführt und für nahezu 30 Filme die Drehbücher verfasst.

Zu den bekanntesten Filmen, in denen er als Schauspieler mitwirkte, gehören Fernando Truebas Belle Epoque (1993), der 1993 im Wettbewerb der Berlinale lief und 1994 mit einem Oscar für den besten fremdsprachigen Film ausgezeichnet wurde und Pedro Almodovars Todo sobre mi madre (1999). Ebenfalls im Wettbewerb der Berlinale liefen Juan Estelrichs El Anacoreta (1977) und Jaime de Armiñáns Stico (1985). Für seine schauspielerische Leistung in beiden Filmen wurde er jeweils mit dem Silbernen Bären ausgezeichnet.

Fernando Fernán Gómez erhielt in seiner beeindruckenden Karriere zahlreiche Auszeichnungen und Preise, sowohl für seine schauspielerischen Leistungen als auch für seine Regie- und Drehbucharbeiten.

Er hat sich auch als Theaterautor einen Namen gemacht. Für sein Stück „Las bicicletas son para el verano“ erhielt er 1978 den Lope de Vega – Preis. Seit dem Jahr 2000 ist er - als erster Filmemacher - Mitglied der renommierten Academia de la Lengua.

Presseabteilung

1. Februar 2005