Berlinale: Pressemitteilungen


Pressemitteilungen 2005

Preise und Ehrungen

01.02.2005:
Verleihung der Berlinale Kamera 2005

Die Berlinale Kamera ist eine Auszeichnung für Filmpersönlichkeiten oder Institutionen, denen sich die Internationalen Filmfestspiele Berlin verbunden fühlen – und denen sie mit dieser Ehrung ihren Dank zum Ausdruck bringen möchten. Seit 1986 wird die Berlinale Kamera verliehen. Seit 2004 wird die Berlinale Kamera von dem Düsseldorfer Juwelier Georg Hornemann gestiftet.

Für ihre Verdienste um den Film ehrt sie auf den 55. Internationalen Filmfestspielen Berlin das älteste und bedeutendste japanische Filmstudio Shochiku, eine große Persönlichkeit der deutschen Filmszene, Helene Schwarz und den irischen Schauspieler Daniel Day-Lewis.

Shochiku

Shochiku wird in diesem Jahr 110 Jahre alt. Mit Shochiku verleihen die Internationalen Filmfestspiele Berlin erstmals eine Berlinale Kamera an eine Institution. Shochiku hat eine Vielzahl erfolgreicher Filme produziert, unter anderem von den großen japanischen Regisseuren Yasujiro Ozu, Akira Kurosawa und Takeshi Kitano. Zu den jüngeren Produktionen des Studios gehört The Twilight Samurai von Yoji Yamada, der auf der 53. Berlinale gezeigt wurde. Im Wettbewerb der diesjährigen Berlinale ist das Studio mit Kakushi Ken-Oni no Tsume (The Hidden Blade) von Yoji Yamada vertreten. Im Berlinale Special läuft anlässlich der Verleihung der Berlinale Kamera ein weiterer Filmklassiker aus der Shochiku-Produktion: Keisuke Kinoshitas melancholisches Filmdrama Nijushi no hitomi (Twenty-four Eyes, Japan, 1954).

Die Verleihung der Berlinale Kamera an das Filmstudio Shochiku findet am 16. Februar um 21:30 Uhr im Filmpalast Berlin statt. Der renommierte Filmwissenschaftler und Autor namhafter Filmbücher Peter Cowie hält die Laudatio.

Helene Schwarz

Wer ist Helene Schwarz? Nur Eingeweihte kennen sie und trotzdem ist sie aus der deutschen Filmszene nicht mehr wegzudenken. 1966 begann sie ihre Arbeit als Sekretärin an der Deutschen Film und Fernsehakademie (DFFB) und ist heute mit 78 Jahren noch als engagierte Studienberaterin tätig. Sie war Wegbegleiterin prominenter Filmemacher wie Wolfgang Petersen oder Detlef Buck und hat jahrzehntelang Regiestudenten betreut und beraten. In seinem jüngsten Dokumentarfilm Wer ist Helene Schwarz? widmet Rosa von Praunheim dieser eindrucksvollen Persönlichkeit ein sehr persönliches Porträt. Die Dokumentation ist in der Reihe Berlinale Special zu sehen.

Die Verleihung der Berlinale Kamera an Helene Schwarz findet am 13. Februar um 12:00 Uhr im Filmpalast Berlin statt. Der Regisseur Wolfgang Becker hält die Laudatio.

Daniel Day-Lewis

Der für seine schauspielerischen Leistungen dreifach ausgezeichnete Oscargewinner Daniel Day-Lewis überzeugte die Kritiker bereits Mitte der Achtziger Jahre von seinem Können. In zwei Filmen war er da in den Hauptrollen zu sehen – und die konnten unterschiedlicher nicht sein: Als schwuler Punk begeisterte der irische Schauspieler das Publikum in Stephen Frears’ Mein wunderbarer Waschsalon und als verknöcherter Verlobter stand er in James Ivorys Film Ein Zimmer mit Aussicht der Schauspielerin Helena Bonham-Carter zur Seite. Auf seinen Einstieg folgten zahlreiche prominente Rollen in internationalen Produktionen. Bei den Internationalen Filmfestspielen Berlin war Daniel Day-Lewis bereits vier Mal im Wettbewerb vertreten: Unter der Regie von Jim Sheridan spielte er in The Boxer (1998) und in dem Film Im Namen des Vaters (1994), außerdem war er 1997 in Nicholas Hytners Hexenjagd zu sehen und zuletzt in Martin Scorseses Gangs of New York bei der Berlinale 2003.

Die Berlinale Kamera an Daniel Day-Lewis wird am 15. Februar um 18.45 Uhr im Zoo Palast verliehen

Presseabteilung

1. Februar 2005