Berlinale: Pressemitteilungen


Pressemitteilungen 2005

Wettbewerb

26.01.2005:
Berlinale Special

Die Filmauswahl für das Berlinale Special ist abgeschlossen: Den zeitgenössischen Akzent im diesjährigen Berlinale Special setzen neue Filme von Timor Bekmambetov, Kay Pollak, Jorge Ramirez Suárez und Florian Gallenberger. Einen Film aus dem japanischen Studio Shochiku sowie Rosa von Praunheims neuesten Dokumentationsfilm Wer ist Helene Schwarz? präsentiert die Reihe aus Anlass der Verleihung der Berlinale Kameras. Im Rahmen der auf mehrere Sektionen verteilten Werkschau des koreanischen Regisseurs Im Kwon-Taek wird im Berlinale Special eines seiner jüngeren Werke zu sehen sein und zu Ehren des verstorbenen Kameramanns Carlo di Palma wurde Michelangelo Antonionis Meisterwerk Il Deserto Rosso (The Red Desert, 1964) ausgewählt. Zu Ehren des diesjährigen Jury-Präsidenten zeigt die Berlinale Roland Emmerichs Kinoerfolg The Day after Tomorrow. Aus Anlass der Verleihung des Goldenen Ehrenbären an den spanischen Schauspieler Fernando Fernán Gómez wird Patricia Ferreiras jüngster Spielfilm Para que no me olvides (Something to Remember Me By) gezeigt.

Als Teil des offiziellen Programms zeigt die Reihe aktuelle Arbeiten zeitgenössischer Filmemacher, Wiederaufführungen von Klassikern der Filmgeschichte und herausragende Filme von Persönlichkeiten, deren Arbeit die Berlinale besonders ehren möchte. Der Hauptaufführungsort für diese Mischung aus Überraschung und Experiment ist der „Filmpalast“ Berlin am Kurfürstendamm, ein Klassiker der Berliner Kinokultur.

Das Programm:

Der russische Fantasy-Thriller Nochnoj Dozor (Night Watch) von Timor Bekmambetov – in seiner Heimat ein Blockbuster – ist eine klassische Genreproduktion mit rasanten Schnitten, digital erzeugten Spezialeffekten und einem halsbrecherischem Tempo. Konstantin Khabensky, Vladmimir Menshov und Mariya Poroshina sind in den Hauptrollen zu sehen. Ein zweiter und dritter Teil sollen das Epos fortführen und sind bereits in Produktion.

In der internationalen Premiere Så Som i Himmelen (As It Is in Heaven, Schweden) von Kay Pollak gibt der weltweit bejubelte Dirigent Daniel Dareus (Michael Nyqvist) nach einem schweren Herzanfall das hektische Karriereleben auf. Das gefühlvolle und melancholische Drama feierte einen überwältigenden Erfolg in seiner Heimat und wurde gerade für den Oskar des besten ausländischen Films nominiert. Regisseur Kay Pollak war 1986 mit Äska mej (Love me) zuletzt im Wettbewerb der Berlinale.

In der internationalen Premiere von Conejo en la luna (Das Kaninchen im Mond, Mexiko/Großbritannien) von Jorge Ramirez Suárez verwandelt sich innerhalb von 48 Stunden das Leben einer ganz normalen Mittelstandsfamilie in einen Alptraum. Mit den klassischen Mitteln des Thriller-Genres erzählt Ramirez-Suárez von staatlicher Gewalt, Korruption und Machtmissbrauch. In den Hauptrollen sind mit Bruno Bichir, Lorraine Pilkington und Jesús Ochoa einige der renommiertesten Darsteller des mexikanischen Kinos zu sehen.

Schatten der Zeit von Florian Gallenberger, erzählt die Geschichte einer leidenschaftlichen und schmerzvollen Liebe im Indien der Kolonialzeit. Florian Gallenberger, der 2001 für seinen Kurzfilm Quiero Ser einen Oscar erhielt, präsentiert mit Schatten der Zeit seinen ersten langen Spielfilm.

Ehrungen im Berlinale Special:

Mit der Berlinale Kamera werden 2005 das Filmstudio Shochiku und Helene Schwarz, eine herausragende Person der deutschen Filmszene, ausgezeichnet.

Shochiku, das älteste und bedeutendste japanische Filmstudio wird in diesem Jahr 110 Jahre alt: Mit der Verleihung der Berlinale Kamera würdigt das Festival die Verdienste des Shochiku-Studios um die internationale Filmkunst. Im Berlinale Special läuft aus diesem Anlass ein Filmklassiker aus der Shochiku-Produktion: Keisuke Kinoshitas melancholisches Filmdrama Nijushi no hitomi (Twenty-four Eyes, Japan 1954).

Anlässlich der Verleihung einer Berlinale Kamera an Helene Schwarz wird im Berlinale Special Rosa von Praunheims jüngster Dokumentarfilm Wer ist Helene Schwarz? gezeigt. Der Film stellt eine Figur der deutschen Filmszene vor – eine Frau, die selbst nicht im Scheinwerferlicht steht, jedoch Wegbegleiterin prominenter Filmemacher wie Wolfgang Petersen oder Detlef Buck gewesen ist. Die 78jährige Helene Schwarz, ehemalige Sekretärin in der Deutschen Film- und Fernsehakademie in Berlin, hat jahrzehntelang Regiestudenten betreut und beraten: Eine eindrucksvolle Persönlichkeit, der der Regisseur ein sehr persönliches Porträt widmet.

Aus Anlass der Berlinale-Werkschau zu Ehren des koreanischen Regisseurs Im Kwon-Taek läuft ein Film des Regisseurs aus dem Jahr 2000, Chunhyang dyeon (Chunhyang). Die Handlung des prachtvoll inszenierten Films spielt im 17. Jahrhundert und hat eine beliebte koreanische Volkserzählung zum Inhalt. Im Kwon-Taek inszenierte mit Chunhyang dyeon eine kunstvoll stilisierte Liebesoper: Traditionelle koreanische Vokalmusik ergänzt die filmische Erzählung.

Der im Juli 2004 verstorbene Kameramann Carlo Di Palma wird von der Berlinale mit einer Wiederaufführung des Films Il Deserto rosso (The Red Desert) von Michelangelo Antonioni geehrt. Mit der Mitwirkung an Antonionis erstem Farbfilm begründete Di Palma im Jahr 1964 seinen Ruhm als Meister der Kamera. Lange, suggestive Kamerafahrten und eine ungewöhnliche Farbgebung prägen den Film, der das Schicksal der Frau eines Fabrikverwalters schildert. Monica Vitti spielt die Hauptrolle in dieser düsteren Studie über die Verlorenheit des Menschen in der industrialisierten Welt. Der Film wird im Rahmen des Berlinale Special in einer restaurierten Kopie zu sehen sein, die von Mediaset-Cinema Forever freundlicherweise zur Verfügung gestellt wird.

Zu Ehren des diesjährigen Jury-Präsidenten zeigt die Berlinale Roland Emmerichs jüngsten Filmerfolg The Day After Tomorrow. Der deutsche Hollywood-Regisseur startete seine internationale Karriere 1984 auf der Berlinale. The Day after Tomorrow zeichnet ein bedrohliches Zukunftsszenario, in dem die globale Erwärmung zur Naturkatastrophe führt.

Der große spanische Schauspieler Fernando Fernán Gomez wird in diesem Jahr für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Anlässlich dieser Ehrung zeigt die Berlinale Patricia Ferreiras jüngsten Spielfilm Para que no me olvides, in dem Fernàn Gomez die Hauptrolle spielt. Der Film erzählt von Menschen unterschiedlicher Generationen, von Schmerz und Erinnerung und von der Schwierigkeit, einander zu verstehen.

Der große spanische Schauspieler Fernando Fernán Gómez wird in diesem Jahr mit einem goldenen Ehrenbären für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Anlässlich dieser Ehrung zeigt die Berlinale Patricia Ferreiras jüngsten Spielfilm Para que no me olvides (Something to Remember Me By), in dem Fernán Gómez die Hauptrolle spielt. Der Film erzählt von Menschen unterschiedlicher Generationen, von Schmerz und Erinnerung und von der Schwierigkeit, einander zu verstehen.

Presseabteilung

26. Januar 2005