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Filmdatenblatt

Berlinale Special

The Day After Tomorrow

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THE DAY AFTER TOMORROW

Die Arktis kommt! Und zwar nicht, wie von den Klimaforschern prognostiziert, in einer fernen Zukunft, sondern innerhalb kürzester Zeit. Am Anfang sind es nur unerklärliche Signale – ein kleineres Beben im ewigen Eis, ein Temperatursturz auf den schottischen Inseln –, die einen unerwarteten Klimawandel möglich erscheinen lassen. Aber dann spielt die Natur tatsächlich verrückt. Aus dem Himmel über Tokio prasselt faustdicker Hagel, und Neu-Delhi meldet „Ski und Rodel gut“. Als Los Angeles von Tornados weitgehend verwüstet wird, ist die US-Regierung zum Handeln gezwungen. Während die Bewohner des südlichen Teils des Landes evakuiert werden sollen, überlässt man die Menschen im Norden dem sicheren Kältetod.
Denn nach den Überschwemmungen küstennaher Gebiete sacken als Folge der Abkühlung nordatlantischer Meeresströmungen die Temperaturen in den Keller. Nur ein kleines Team um den Klima-Experten Jack Hall kämpft sich noch durch den Schnee und das sich türmende Eis. Der besorgte Vater will nach New York, um seinen Sohn Sam aus dem eiskalten Inferno zu bergen. Der hat sich inzwischen mit seiner Freundin und einer Hand voll Schicksalsgenossen in die New Yorker Stadtbibliothek gerettet, wo die Verfeuerung bibliophiler Raritäten nur noch für sehr kurze Zeit das Überleben ermöglicht…
In seinem Klimakatastrophen-Thriller, der plausible Wettervorhersagen in einem Fast-Forward-Verfahren anschaulich macht, kombiniert Roland Emmerich das Blockbusterkino mit (umwelt-)politischem Engagement. Einher geht mit ihm eine Warnung an die Bewohner des industrialisierten Nordens, die den Schrecken des Eises und der Finsternis ausgesetzt sind, bis sie südlich des Rio Grande Asyl erhalten: Zieht euch warm an!

USA 2004, 124 Min

von

Roland Emmerich

mit

Dennis Quaid
Jake Gyllenhaal