Berlinale: Programm


Filmdatenblatt

Perspektive Deutsches Kino

Katze im Sack

Let The Cat Out Of The Bag

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KATZE IM SACK

Als die Kellnerin Doris zurück in ihr Zugabteil kommt, sitzt dort auf einmal Karl – und stört. Der smarte Draufgänger platzt nicht nur in ihr Abteil und später in ihre Karaokebar, sondern auch in ihre seltsame Affäre mit dem alternden Voyeur Brockmann. Denn als Doris in Leipzig aussteigt, entscheidet sich Karl spontan, ihr zu folgen.
Obwohl aneinander interessiert, bleiben Karl und Doris gefangen in ihren abgeklärten Rollen und keiner lässt die Katze aus dem Sack. Dabei haben beide nichts zu verlieren, außer einer ungewöhnlichen Wette. Und die führt bis ans Ende einer abenteuerlichen Nacht voller betrunkener Karaokesänger, sexlüsterner Schwestern und fürsorglicher Zuhälter.
„Jetzig, diese Zuschreibung haben wir öfter über unseren Film gehört. Das ist Quatsch. Wir wollten eine Geschichte erzählen, die uns alle berührt, deren Thema uns alle, die um die Dreißigjährigen, beschäftigt: Einsamkeit, Beziehung bzw. Beziehungs- und Verlustängste. Was definitiv nicht unser Ansatz war: ein cooler Film mit einem Statement über die Beziehungsunfähigkeit unserer Generation. Spannend sind doch die Themen hinter den sozialen Kontexten: Liebe, Tod, Einsamkeit. Dabei gehe ich nicht von einer Botschaft aus. Viel faszinierender finde ich, eine Haltung zu diesen immer wiederkehrenden Themen zu entwickeln.“ (Florian Schwarz)

Deutschland 2004, 87 Min

von

Florian Schwarz

mit

Christoph Bach
Jule Böwe
Walter Kreye