Berlinale: Pressemitteilungen


Pressemitteilungen 2004

Zusätzliches

19.01.2004:
Berlinale bestätigt Internationale Jury

Wer oder welcher Wettbewerbsfilm am Ende der Berlinale 2004 einen Goldenen oder Silbernen Bären mit nach Hause nehmen darf, entscheidet die internationale Jury. Das international besetzte Gremium besteht 2004 erneut aus sieben Mitgliedern verschiedener filmischer Disziplinen. Präsidentin der Jury ist Frances McDormand, Oscar-Preisträgerin und Star des Independent-Kinos.

Die Preisverleihung der 54. Internationalen Filmfestspiele Berlin wird am Samstag, den 14. Februar 2004, im Berlinale-Palast stattfinden.

Maji-da Abdi (Äthiopien)

Mit der Regisseurin und Produzentin Maji-da Abdi ist eine Vertreterin der jungen Generation afrikanischer Filmemacher in der Jury vertreten. In Äthiopien geboren, wuchs sie in Kenia und Kanada auf und kehrte in ihre Heimat zurück, um Dokumentarfilme zu drehen. Ihr Film The River that Divides (2001) berichtet von den Kriegserfahrungen äthiopischer Frauen. Als Produzentin betreute Maji-da Abdi u. a. den mehrfach prämierten Film Heremakono des international bekannten Regisseurs Abderrahmane Sissako aus Mali.

Valeria Bruni Tedeschi (Italien)

Valeria Bruni Tedeschi gehört zu den renommiertesten Schauspielerinnen ihrer Generation. Die in Italien aufgewachsene und in Frankreich lebende Darstellerin wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u. a. dem Darstellerpreis beim Locarno-Filmfestival 1996 für Nénette et Boni. Sie arbeitete mit Autorenfilmern wie Patrice Chéreau, Bertrand Blier, Marco Bellocchio u. v. m. Ihr Debüt als Regisseurin feierte sie im vergangenen Jahr mit Il est plus facile pour un chameau

Samira Makhmalbaf (Iran)

Die 24-jährige iranische Regisseurin gehört zu den großen Entdeckungen der internationalen Filmszene. Auf ihr aufsehenerregendes Regie-Debüt Der Apfel (1998) folgten die Cannes-Preisträgerfilme Schwarze Tafeln und Fünf Uhr Nachmittags sowie ihr Beitrag God, Construction and Destruction zum Episodenfilm 11’09’’01 – September 11. Für ihre politisch und visuell mutigen Filme wurde Samira Makhmalbaf mit zahlreichen internationalen Preisen ausgezeichnet.

Frances McDormand (USA) Jury-Präsidentin

Mit den Filmen der Regiebrüder Joel und Ethan Coen ist die Schauspielerin Frances McDormand zu einem Star des Independent-Kinos geworden. Für ihre Rolle in der Krimikomödie Fargo wurde sie 1997 mit einem Oscar ausgezeichnet. Auch im Theater ist Frances McDormand zu sehen: Oft mit Willem Dafoe in der berühmten New Yorker Wooster Group. Bei der diesjährigen Berlinale ist sie in Something's Gotta Give zu sehen.

Rommel Peter (Deutschland)

Peter Rommel hat einige der interessantesten deutschen und internationalen Filme der vergangenen Jahre produziert. Mit dem Regisseur Andreas Dresen realisierte er 1998 Nachtgestalten und 2002 Halbe Treppe, beide Filme erhielten bei der Berlinale eine Silbernen Bären. 2002 wurde Peter Rommel von der European Film Promotion als „Producer on the Move“ vorgestellt. Rommel ist Gründungsmitglied der Deutschen Filmakademie und neben seiner Produzententätigkeit Gastdozent an der Film-Akademie Baden-Württemberg.

Gabriele Salvatores (Italien)

Seinen internationalen Durchbruch feierte Gabriele Salvatores mit Mediterraneo, für den er 1992 den Auslands-Oscar erhielt. Mit dem Teatro d’Elfo gründete der renommierte Film- und Bühnenregisseur 1972 in Mailand eines der wichtigsten Theater in Italien. Seine Kinokarriere startete 1983 mit Sogno di una notte d’estate. 2003 präsentierte er im Wettbewerb der Berlinale den aus der Perspektive eines Kindes erzählten Politthriller Io non ho paura (Ich habe keine Angst), der für den Auslands-Oscar 2004 nominiert ist.

Dan Talbot (USA)

Seit über vierzig Jahren bereichert der engagierte New Yorker Kinomacher und Verleiher mit europäischen Arthousefilmen und US-Independent-Produktionen im Big Apple die Filmkultur. Sein unabhängiger Verleih „New Yorker Films“ verhalf schon Fassbinders Filmen in den USA zum Kinostart. Das 1981 am Broadway eröffnete Lincoln Plaza Cinema, wo The Buena Vista Social Club über 26 Wochen lief, gehört zu den erfolgreichsten Filmkunsttheatern der Welt.

Die Internationale Jury vergibt im Wettbewerb obligatorisch folgende Preise:

den Goldenen Bären für den besten Film (für den Produzenten)

den Großen Preis der Jury (Silberner Bär)

den Preis für die beste Regie (Silberner Bär)

den Preis für die beste Darstellerin (Silberner Bär)

den Preis für den besten Darsteller (Silberner Bär)

den Preis für eine künstlerische Leistung (Silberner Bär)

den Preis für die beste Filmmusik (Silberner Bär)

Außerdem vergibt die Jury den Preis für den besten europäischen Film, den Blauen Engel, als Hommage an Marlene Dietrich, sowie den Alfred-Bauer-Preis, in Erinnerung an den Gründer des Festivals, für einen Spielfilm, der neue Perspektiven der Filmkunst eröffnet

Presseabteilung

19. Januar 2004