Berlinale: Programm


Filmdatenblatt

Wettbewerb

Country Of My Skull

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COUNTRY OF MY SKULL

1995 reist Langston Whitfield nach Südafrika, um für die Washington Post über die Wahrheitskommissionen zu berichten. Aufgabe dieser Kommissionen ist die Offenlegung der Verbrechen des Apartheidregimes. Dabei geht es nicht nur um die Aufklärung von zum Teil brutalen Verbrechen, sondern vor allem auch um die Gegenüberstellung der Täter mit ihren Opfern. In den Kommissionssitzungen treffen die Peiniger von einst auf Frauen und Männer, die durch sie kaum Vorstellbares erdulden mussten. Auge in Auge stehen sie sich gegenüber und tragen zusammen, was während der Apartheid passierte. Jenseits aller Straftatbestände geht es dabei auch um ein Gespräch zwischen Opfer und Täter, um ein Verstehen dessen, was kaum oder gar nicht zu verstehen ist.
Für Whitfield wird die Dienstreise ans Kap eine alles in Frage stellende Erfahrung. Die Geständnisse, deren Zeuge er wird, der Sumpf aus Verbrechen, Verblendung, Dummheit und brutaler Berechnung und die Art, wie Opfer und Täter miteinander umgehen, übersteigt die Vorstellungskraft des amerikanischen Journalisten. Am Rande der Sitzungen freundet sich Whitfield mit der weißen südafrikanischen Schriftstellerin Anna Malan an, die als Radioreporterin an den Hearings teilnimmt. In Boormans Film, der auf Antjie Krogs gleichnamiges Buch zurückgeht, verschmilzt die authentische Schilderung der südafrikanischen Wahrheitskommissionen mit einer klassischen Liebesgeschichte.

Großbritannien 2003, 100 Min

von

John Boorman

mit

Juliette Binoche
Samuel L. Jackson
Brendan Gleeson

Weltvertrieb

The Works International