Berlinale: Programm


Filmdatenblatt

Wettbewerb

The Final Cut

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THE FINAL CUT

„Lieber Kunde. Willkommen in der Zoë-Tech-Familie! Sie haben eine wichtige Entscheidung getroffen – Sie haben ein Zoë-Implantat© für Ihr ungeborenes Kind erworben. Was das für ihr Kind bedeutet? Die Unsterblichkeit! Unser patentierter Zoë-Chip wird ihm bei der Geburt ins Gehirn eingesetzt, damit von nun alles aufgezeichnet wird, was ihm in seinem Leben widerfährt. Damit die schönsten Augenblicke im Leben nicht mehr verblassen oder im Lauf der Zeit gänzlich vergehen . . .“
Auf diese Weise hält der Zoë-Chip ein ganzes Leben in Bildern fest. Wenn ein Chip-Träger stirbt, montiert ein Schnittmeister die Aufnahmen zu einer „Rememory-Rolle“ – zu einem Film, der bei der Beerdigung an den Verstorbenen erinnert. Die Zoë-Chips haben das menschliche Miteinander von Grund auf verändert. Längst hat die neue Technologie Gegner auf den Plan gerufen, die für das Recht auf Vergessen kämpfen.
Alan Hackman ist der beste Cutter bei Zoë Technologies. Seine technischen Fähigkeiten, die Sünden und Vergehen seiner Kunden auszublenden und damit zu vergeben, haben ihn zu einem gefragten Regisseur dieser filmischen Nekrologe gemacht. Gleichzeitig ist er durch seine Fähigkeit, völlig emotionslos menschliche Lebensläufe zu betrachten, ein gefühlskalter Mann geworden – einer, der das Leben nicht aus der ersten Person betrachten kann.
Doch dann muss er die Biografie eines hochrangigen Zoë-Tech-Beamten zusammenschneiden und entdeckt dabei ein Bild, das ihn seit seiner Kindheit verfolgt. Damit beginnt für Alan Hackman eine atemlose Jagd nach einer Wahrheit, die sich jenseits der manipulierten Bilder verbirgt . . .

USA 2003, 105 Min

von

Omar Naïm

mit

Robin Williams
Jim Caviezel
Mira Sorvino

Weltvertrieb

Lions Gate Entertainment