Berlinale: Programm


Filmdatenblatt

Panorama

Anonymous

ANONYMOUS

Die Liebesgeschichte eines schwulen Paares. Todd Verows Film erzählt von zwei Männern, die sich gegenseitig das Herz gebrochen haben, und von den Folgen, die das für einen von ihnen hat – von anonymem Sex, der Jagd nach verloren gegangenen Träumen und davon, was eine schwule Beziehung ausmacht. Und nicht nur eine schwule.
Todd Verow: „Ich wollte einen Film über Beziehungen machen und darüber, wie vielschichtig und letztlich unmöglich eine monogame Sexualität ist. Die Hauptfigur habe ich während der letzten Jahre entwickelt: einen verlassenen Mann, der in einem Kino arbeitet und an öffentlichen Orten anonymen Sex hat, wobei er übers Internet entsprechende Kontakte knüpft. Mir schien es ganz natürlich, dass mein erster schwuler Film seit FRISK von Liebe handeln würde, von wirklicher Liebe, und nicht dem Zeug, das in den meisten Filmen zu sehen ist. Also von etwas, das viel Arbeit, Schweiß und Tränen erfordert. Wenn man jemanden nicht verletzen kann, dann liebt man die entsprechende Person auch nicht. Es ist ein Film, mit dem jeder etwas anfangen kann, ob man nun schwul oder hetero ist, Mann oder Frau, solange man nur bereit ist, einen langen, ehrlichen Blick in den Spiegel zu werfen.“

USA 2003, 82 Min

von

Todd Verow

mit

Todd Verow
Dustin Schell
Sophia Lamar
Shawn Durr
Craig Chester