Berlinale: Pressemitteilungen


Pressemitteilungen 2003

Wettbewerb

22.01.2003:
10 Weltpremieren, Stars und neue Talente - Wettbewerbsauswahl Berlinale 2003 abgeschlossen

Die Auswahl für das Wettbewerbsprogramm der 53. Internationalen Filmfestspiele Berlin ist abgeschlossen. Ingesamt 22 Filme werden im Berlinale-Palast um die Bären konkurrieren. Neben den fünf Filmen, die außer Konkurrenz gezeigt werden, wird das Offizielle Programm durch weitere Sondervorführungen ergänzt. Dazu kommen die Gala-Vorführungen Lola zu Ehren von Anouk Aimée und Tokyo Monogatari anlässlich der Werkschau zum 100. Geburtstag von Yasujiro Ozu. Das Wettbewerbsprogramm präsentiert 10 Weltpremieren.

Wettbewerbsprogramm

Mit der chinesisch-deutschen Ko-Produktion Mang Jing (Blinder Schacht) inszeniert der Dokumentarfilm-Regisseur Li Yang seinen ersten Spielfilm. Sein Wettbewerbsfilm schildert den Alltag in einem Kohletagebauwerk im Norden Chinas. Li Yi Xiang, Wang Shuang Bao und Wang Bao Qiang spielen die Hauptrollen.

Außer Konkurrenz und als Weltpremiere läuft der chinesische Beitrag Zhou Yu de huoche (Zhou Yus Zug) von Sun Zhou. Erzählt wird eine Liebesgeschichte in Nordchina. Der internationale Star Gong Li und Tony Leung spielen die Protagonisten.

Die Regisseurin Isabel Coixet zeigt die spanisch-kanadische Ko-Produktion My Life Without Me (Mein Leben ohne mich) im Wettbewerb. Eine junge Frau setzt sich angesichts einer tödlichen Krankheit neu mit ihrem Leben auseinander. Sarah Polly, Amanda Plummer, Deborah Harry und Jessica Amlee spielen die Hauptrollen.

Großbritannien ist mit Michael Winterbottoms Beitrag In this world (Auf der Welt) im Wettbewerb vertreten. In this world behandelt das Migrationsschicksal eines jungen Afghanen, welches stellvertretend für die Leiden tausender Kriegsflüchtlinge steht. Jamal Udin Torabi, Enayatullah und Imran Paracha spielen die Hauptrollen.

Aus den Niederlanden nimmt Pieter Kramers zweiter Film Ja zuster, nee zuster (Ja Schwester, nein Schwester) als Weltpremiere am Wettbewerb teil. Die Musical-Komödie basiert auf einer erfolgreichen niederländischen TV-Serie der 60er Jahre. Die Darsteller sind Loes Luca, Paul de Leeuw und Paul R. Kooij.

Der australische Beitrag Alexandra’s Project (Alexandras Projekt) von Rolf de Heer wird als Weltpremiere im Wettbewerb gezeigt. Der bekannte Independent-Filmer inszenierte einen klaustrophobischen Thriller über eheliche Beziehungen. Gary Sweet, Helen Buday und Bogdan Koca spielen die Hauptrollen.

Sondervorführungen im Offiziellen Programm

Der dänische Dogma-Filmer Thomas Vinterberg siedelt seine erste englisch-sprachige Produktion in New York an. Der außer Konkurrenz laufende Film It’s all about Love ist eine Genremischung aus Liebesgeschichte, Thriller und Science-Fiction. Joaquin Phoenix, Claire Danes und Sean Penn spielen die Hauptrollen.

Die dänische Regisseurin Lone Scherfig wurde auf der Berlinale 2001 für Italienisch für Anfänger mit dem Silbernen Bären ausgezeichnet. In Wilbur begår Selvmord (Wilbur begeht Selbstmord) inszeniert sie die Geschichte um einen lebensmüden Mann in Schottland als subtile Komödie. Jamie Sives, Adrian Rawlins und Shirley Henderson spielen die Hauptrollen in diesem Film, der außer Konkurrenz läuft.

Marceline Loridan-Ivens, Witwe des Dokumentarfilm-Pioniers Joris Ivens, rekonstruiert in ihrem Spielfilm-Debüt La petite prairie aux bouleaux (Birkenau und Rosenfeld) die Geschichte ihrer eigenen Deportation nach Auschwitz. Die Hauptrolle spielt Anouk Aimée, die in diesem Jahr Ehrengast der Berlinale ist. La petite prairie aux bouleaux läuft als Weltpremiere auf der Berlinale.

Zu Ehren des diesjährigen Präsidenten der Internationalen Jury, Atom Egoyan, zeigt die Berlinale den jüngsten Film des kanadischen Regisseurs in einer Sondervorführung.

Ararat schildert den Völkermord an den Armeniern nach dem ersten Weltkrieg und verknüpft den gegenwärtigen Alltag armenischstämmiger Kanadier mit den historischen Ereignissen. Die Hauptrollen spielen Arsinée Khanjian, David Alplay und Charles Aznavour.

Der amerikanische Regisseur Jeff Kanew erzählt in der deutsch-bielorussischen Produktion Babij Jar die Geschichte zweier Familien, die dem Holocaust zu entkommen versuchen. 1941 ermordeten SS-Truppen beim Massaker von Babij Jar am Stadtrand von Kiew mehr als 33 000 Menschen. Mit Artur Brauner, zu dessen Ehren Babij Jar präsentiert wird, hat sich einer der bekanntesten deutschen Filmproduzenten dieses Kapitels der Geschichte angenommen. Barbara de Rossi, Michael Degen und Axel Milberg spielen die Hauptrollen.

Inspiriert von sechs Kurzgeschichten Anton Tschechows schildert Michael Meredith in seinem Regiedebüt Three Days of Rain die alltäglichen Konflikte im Leben gewöhnlicher Menschen. Allen Figuren stehen einschneidende Veränderungen bevor.

Don Meredith, Michael Santoro, Joey Bilow und Peter Falk spielen die Hauptrollen in der US-Produktion, die von Wim Wenders präsentiert wird.

22. Januar 2003