Berlinale: Pressemitteilungen


Pressemitteilungen 2002

Zusätzliches

29.01.2002:
Die Internationale Jury der 52. Berlinale 2002

Jury-Präsidentin: Mira Nair (Indien)

Mit ihrem Spielfilmdebüt Salaam Bombay landete die indische Regisseurin Mira Nair 1988 einen Welterfolg, der ihr die Camera d'Or in Cannes und eine Oscar-Nominierung in der Kategorie Bester Ausländischer Film einbrachte. Neben ihren Arbeiten für den bekannten Dokumentarfilmregisseur D. A. Pennebaker realisierte die attraktive Autorin, Regisseurin und Produzentin Spielfilme wie Mississippi Masala, Kama Sutra und Monsoon Wedding, der 2001 den Goldenen Löwen in Venedig gewann. Ihr jüngstes Werk Hysterical Blindness lief als Weltpremiere auf dem Sundance Film Festival 2002.

Peter Cowie (Großbritannien)

Der Filmbranche ist Cowie durch seine langjährige Tätigkeit als International Publishing Director von Variety bekannt, der er als Berater verbunden bleibt. Zudem ist er der Gründer des International Film Guide, den er fast vierzig Jahre lang betreute. Als Autor verfasste Cowie Biographien über Orson Wells, Ingmar Bergmann und Francis Ford Coppola.

Lucrecia Martel (Argentinien)

Die Einladung ihres Spielfilmdebüts La Ciénaga in den Wettbewerb der Internationalen Filmfestspiele Berlin 2001 und die Auszeichnung mit dem Alfred-Bauer-Preis brachten der argentinischen Regisseurin den endgültigen Durchbruch und zahlreiche internationale Kontakte ein. Derzeit bereitet sie in Paris ihren nächsten Spielfilm La Niña Santa vor.

Claudie Ossard (Frankreich)

Bei der Verleihung des Europäischen Filmpreises wurde die französische Produzentin für Die wunderbare Welt der Amélie mit Preisen überschüttet. Zu den großen Kinoerfolgen, die auf das Konto ihrer 1981 gegründeten Produktionsfirma Major gehen, gehören Betty Blue, Delicatessen und Arizona Dream, der 1993 in Berlin den Spezial-Preis der Jury erhielt.

Oskar Roehler (Deutschland)

Sein international beachteter Kinofilm Die Unberührbare (No Place To Go) bescherte dem Autor und Regisseur Oskar Röhler den Deutschen Filmpreis 2000 für den Besten Film, den Preis der FIPRESCI 2001 sowie etliche Festival-Einladungen im In- und Ausland. Bei den Internationalen Filmfestspielen Berlin war Roehler bereits 1999 mit Gierig im Panorama vertreten.

Kenneth Turan (USA)

Nicht nur die Studio-Bosse in Hollywood verfolgen mit Spannung regelmäßig seine Filmkritiken in der Los Angeles Times. Seine Stimme ist dem amerikanischen Publikum durch seine Gastauftritte in einer morgendlichen Radio-Show vertraut. Als Autor veröffentlicht Turan in Kürze sein neues Werk Sundance to Sarajevo: Film Festivals and the World They Made.

Raoul Peck (Haiti)

Mit seinem Spielfilm The Man by the Shore präsentierte der Regisseur 1993 den ersten Beitrag aus der Karibik im Wettbewerb von Cannes. Der vielgereiste Kosmopolit und ehemalige Kulturminister von Haiti absolvierte sein Filmstudium an der DFFB in Berlin. Sein jüngster Film Lumumba läuft derzeit als einer der erfolgreichsten ausländischen Filme in den USA.

Nicoletta Braschi (Italien)

Die Ehefrau von dem Oscar-gekrönten Regisseur und Schauspieler Roberto Benigni spielt auch in seinen Kinofilmen stets die Hauptrolle. Nach dem internationalen Kino-Hit Das Leben ist schön verzaubert sie demnächst als blaue Fee Pinocchio. In der Vergangenheit stand sie in Kinofilmen von Jim Jarmusch, Bernardo Bertolucci und Blake Edwards vor der Kamera.

Declan Quinn (USA)

Der Kameramann, dessen Karriere mit den frühen Musikvideos der Band U2 begann, kreierte den gedämpften, dennoch eindringlich realistischen Look von Leaving Las Vegas und anderen großen Hollywood-Produktionen. Nach Mira Nairs jüngstem Kinofilm Hysterical Blindness hat er vor kurzem mit Jim Sheridan East of Harlem in New York abgedreht.

Renata Litvinova (Russland)

Die vielseitig begabte Künstlerin zählt zu den Stars des russischen Kinos. Während sie zunächst als Schauspielerin und Autorin bekannt wurde, machte sie letztes Jahr im Forum des Internationalen Jungen Films mit ihrem Werk Njet smerti dlja menja (Für mich gibt es keinen Tod) auch als Regisseurin von sich reden.

29 Januar 2002