Berlinale: Jurys


Jurys 2002

Internationale Jury

Mira Nair (Indien)

Mit ihrem Spielfilmdebüt Salaam Bombay landete die indische Regisseurin Mira Nair 1988 einen Welterfolg, der ihr die Camera d'Or in Cannes und eine Oscar-Nominierung in der Kategorie Bester Ausländischer Film einbrachte. Neben ihren Arbeiten für den bekannten Dokumentarfilmregisseur D. A. Pennebaker realisierte die Autorin Regisseurin und Produzentin Spielfilme wie Mississippi Masala, Kama Sutra und Monsoon Wedding der 2001 den Goldenen Löwen in Venedig gewann. Ihr Film Hysterical Blindness lief als Weltpremiere auf dem Sundance Film Festival 2002.

Nicoletta Braschi (Italien)

Einem breiten Publikum wurde die Schauspielerin Nicoletta Braschi bekannt durch die gemeinsame Arbeit mit ihrem Mann, dem Regisseur und Schauspieler Roberto Benigni, zum Beispiel in dem Welterfolg Das Leben ist schön. In der Vergangenheit stand sie in Kinofilmen von Jim Jarmusch, Bernardo Bertolucci und Blake Edwards vor der Kamera.

Peter Cowie (Großbritannien)

Der Filmbranche ist Cowie durch seine langjährige Tätigkeit als International Publishing Director von "Variety" bekannt, dem er als Berater verbunden bleibt. Zudem ist er der Gründer des International Film Guide, den er fast vierzig Jahre lang betreute. Als Autor verfasste Cowie Biographien über Orson Wells, Ingmar Bergmann und Francis Ford Coppola.

Renata Litviona (Russische Föderation)

Die vielseitig begabte Künstlerin zählt zu den Stars des russischen Kinos. Während sie zunächst als Schauspielerin und Autorin bekannt wurde, machte sie 2001 im Internationalen Forum des Jungen Films mit ihrem Werk Njet smerti dlja menja (Für mich gibt es keinen Tod) auch als Regisseurin von sich reden.

Lucrecia Martel (Argentinien)

Die Einladung ihres Spielfilmdebüts La Ciénaga in den Wettbewerb der Internationalen Filmfestspiele Berlin 2001 und die Auszeichnung mit dem Alfred-Bauer-Preis brachten der argentinischen Regisseurin den endgültigen internationalen Durchbruch.

Claudie Ossard (Frankreich)

Bei der Verleihung des Europäischen Filmpreises 2001 wurde die französische Produzentin für Die wunderbare Welt der Amélie mit Preisen überschüttet. Zu den großen Kinoerfolgen, die auf das Konto ihrer 1981 gegründeten Produktionsfirma Major gehen, gehören Betty Blue, Delicatessen und Arizona Dream, der 1993 auf der Berlinale den Spezial-Preis der Jury erhielt.

Raoul Peck (Haiti)

Mit seinem Spielfilm The Man by the Shore präsentierte der Regisseur 1993 den ersten Beitrag aus der Karibik im Wettbewerb von Cannes. Der vielgereiste Kosmopolit und ehemalige Kulturminister von Haiti absolvierte sein Filmstudium an der DFFB in Berlin. Sein Film Lumumba war 2001/2002 einer der erfolgreichsten ausländischen Filme in den USA.

Declan Quinn (USA)

Der Kameramann, dessen Karriere mit den frühen Musikvideos der Band U2 begann, kreierte den gedämpften, dennoch eindringlich realistischen Look von Leaving Las Vegas und anderen großen Hollywood-Produktionen. Nach Mira Nairs Hysterical Blindness hat er mit Jim Sheridan East of Harlem in New York abgedreht.

Oskar Roehler (Deutschland)

Sein international beachteter Kinofilm Die Unberührbare bescherte dem Autor und Regisseur Oskar Röhler den Deutschen Filmpreis 2000 für den Besten Film, den Preis der FIPRESCI 2001 sowie etliche Festival-Einladungen im In- und Ausland. Bei den Internationalen Filmfestspielen Berlin war Roehler bereits 1999 mit Gierig im Panorama vertreten.

Keneth Turan (USA)

Nicht nur die Studio-Bosse in Hollywood verfolgen mit Spannung regelmäßig seine Filmkritiken in der Los Angeles Times. Seine Stimme ist dem amerikanischen Publikum durch seine Gastauftritte in einer morgendlichen Radio-Show vertraut. Turan ist u.a. Autor des Buchs "Sundance to Sarajevo: Film Festivals and the World They Made".

Ehrenauszeichnungen des Festivals

Die Empfänger der Ehrenauszeichnungen des Festivals werden nicht von einer Jury bestimmt, sondern von der Festivalleitung selbst.

Jury "PREMIERE First Movie Award"

Kanako Hayashi (Japan)

Sigrid Hoerner (Deutschland)

Babak Payami (Iran)

Andrei Plakhov (Russische Föderation)

Reneé Soutendijk (Niederlande)

Kinderjury

Über die Vergabe der Gläsernen Bären im Wettbewerb des Kinderfilmfests entscheidet eine elfköpfige Kinderjury zwischen 11 und 14 Jahren. Sie wird über im Vorjahr eingereichte Filmfragebögen von der Sektionsleitung ausgesucht und von der Festivalleitung offiziell berufen.

Internationale Jury Kinderfilmfest

Die Internationale Jury des Kinderfilmfestes vergibt den mit 7.500 Euro dotierten "Großen Preis des Deutschen Kinderhilfswerkes" an den besten Spielfilm. Der mit 2.500 Euro dotierte "Spezialpreis des Deutschen Kinderhilfswerkes" geht an den besten Kurzfilm.

In die Internationale Jury des 25. Kinderfilmfestes berufen wurden Ulrike Beckmann, Gisli Snær Erlingsson, Ram Avtar Jalan, Aage Reis-Nordentoft und Liliana Sulzbach..