No Simple Way Home

Akuol de Mabior war 16, als ihr Vater bei einem Helikopterabsturz tödlich verunglückte – drei Wochen nach seiner Inauguration als sudanesischer Vizepräsident. John Garang de Mabior hat über 20 Jahre die Befreiungsbewegung angeführt und wird heute als Gründungsvater des Südsudans verehrt. Die im Exil geborene und aufgewachsene Regisseurin folgt ihrer Mutter und ihrer Schwester in die junge Republik. Beide leben inzwischen hier und haben ihre Rollen gefunden. Die Mutter übernimmt im Verlauf des Films als eine von fünf Vizepräsident*innen politische Verantwortung und die Schwester verteilt Hilfsgüter an Flutopfer. Doch Akuol de Mabior stellt sich als junge, unverheiratete Frau die Frage, wie und ob das vom Bürgerkrieg zerrissene Land jemals ihr Zuhause werden kann. Mithilfe ihrer Kamera sucht sie nach Antworten.
De Mabiors Suche wird von Angst und Zweifeln begleitet, nicht nur dann, wenn einflussreiche Männer hinter sich die Türen schließen und sie, wie früher als Kind, fortgeschickt wird. Ihr sehr persönlicher Film schafft Zugang zu einer Familienbiografie, die aufs Engste mit der Geschichte des Landes verknüpft ist. Die neu erworbene Freiheit stellt für alle eine enorme Herausforderung dar.
von Akuol de Mabior
mit Rebecca Nyandeng de Mabior, Nyankuir Garang de Mabior
Kenia / Südsudan / Südafrika 2022 Englisch,  Dinka,  Arabisch 82’ Farbe Weltpremiere Dokumentarische Form

Mit

  • Rebecca Nyandeng de Mabior
  • Nyankuir Garang de Mabior

Stab

RegieAkuol de Mabior
KameraEmma Nzioka, Akuol de Mabior
MontageKhalid Shamis, Angela Wamai
MusikGary Thomas
Sound DesignMichael Botha, Charl Mostert, Masixole Silo, Jenna Lange
TonJosephine Obudo, Edward Ahenda
PostproduktionYoav Dagan
ProduktionsleitungIvy Kiru, Samir Bol
Produzent*innenSam Soko, Don Edkins, Tiny Mugwe

Akuol de Mabior

Die Südsudanesin wurde 1989 in Kuba geboren und lebt in Nairobi, Kenia. Sie hat vier Kurzfilme realisiert, die alle auf internationalen Festivals und in Museen gezeigt wurden, unter anderem im Zeitz Museum of Contemporary Art Africa in Kapstadt, auf dem Durban International Film Festival in Südafrika und auf dem Pan African Film Festival in Los Angeles, USA. Aus der Überzeugung heraus, dass die Perspektiven afrikanischer Frauen unterrepräsentiert und unterschätzt werden, will sie mit ihren Filmen Geschichten erzählen, die ein breites Publikum erreichen. No Simple Way Home ist ihr erster abendfüllender Dokumentarfilm.

Filmografie

2017 Tomato Soup; Kurzfilm · Ihlazo; Kurzfilm 2018 Fall Into the Sky; Kurzfilm 2021 On the White Nile; Kurzfilm 2022 No Simple Way Home; Dokumentarfilm

Stand Bio- & Filmografie: Berlinale 2022