Miền ký ức

Memoryland
Eine Frau, deren Sohn nach ihrem Tod ihre Bestattungswünsche nicht erfüllen will, die Witwe eines jungen Bauarbeiters, die seine Asche in das Dorf seiner Vorfahren bringt, ein Maler, der seine späte Liebe verliert. Erst im Laufe der Zeit wird klar, wie die Schicksale der Figuren zusammenhängen, die zunächst unvermittelt aufeinanderfolgen.
Im Mittelpunkt dieser Geschichten, die Miền ký ức episodisch verknüpft, stehen der Tod und die die Rituale, die das Lebensende begleiten. Sie dienen dem Frieden der Toten und der Lebenden, doch auch vor ihnen macht der gesellschaftliche Wandel nicht halt. Die Bilder von einer Schale Reis voller Ameisen, einer leeren Hängematte oder verfaulenden Früchten erzählen von Trauer und Endlichkeit. Der Film spart aber auch Profanes nicht aus, wenn genau aufgelistet wird, welche Kosten ein traditionelles Bestattungsritual verursacht. Der Wandel spricht auch aus der Gegenüberstellung des ländlichen und des städtischen Lebens. Hier Hanoi mit seinen zahllosen Baustellen und dem steten Strom des Autoverkehrs, dort das fast verlassene, verfallende Dorf. Das alte Leben existiert nur noch im Land der Erinnerung.
von Kim Quy Bui
mit Mong Giao Vu, Thi Thu Trang Nguyen, Van Thai Nguyen, Thi Minh Phuong Bui, Duc Thanh Dao, Nguyet Linh Hoang Nong, Ngoc Dung Dang, Thuy Tan
Vietnam / Deutschland 2021 Vietnamesisch 99’ Farbe

Mit

  • Mong Giao Vu
  • Thi Thu Trang Nguyen
  • Van Thai Nguyen
  • Thi Minh Phuong Bui
  • Duc Thanh Dao
  • Nguyet Linh Hoang Nong
  • Ngoc Dung Dang
  • Thuy Tan

Stab

Regie, BuchKim Quy Bui
KameraXuan Truong Dang
MontageKim Quy Bui, Huy Tao Do
MusikArnaud Soulier
Sound DesignArnaud Soulier
TonAnh Tuan Le
Production DesignXuan Truong Dang
KostümKim Quy Bui
MaskeThu Trang Nguyen
CastingKim Quy Bui
RegieassistenzAnh Tuan Le
Executive ProducersMai Nguyen, Kim Quy Bui, Nicole Pham, Christian Jilka
Produzent*inXuan Truong Dang, Mai Nguyen
Production ManagerNguyet Linh Hoang Nong

Produktion

CineHanoi

Kim Quy Bui

Geboren 1983 in Hanoi, Vietnam. Sie absolvierte ein Drehbuchstudium. Nach Nguoi truyen giong (2014) ist Miền ký ức ihre zweite abendfüllende Regiearbeit.

Filmografie

2003 Cái đệm (Mattress); 18 Min. 2006 Đã qua giao thừa (Passed the New Year’s Eve); 10 Min. 2009 Tại sao ban ngày không có mặt trăng (Why Is There No Moon During the Daytime); 12 Min. 2014 Nguoi truyen giong (The Inseminator); 87 Min. 2021 Miền ký ức (Memoryland); 99 Min.

Stand Bio- & Filmografie: Berlinale 2022