Sorry Genosse

Sorry Comrade
Schon bei ihrer ersten Begegnung funkt es zwischen Hedi und Karl-Heinz, danach sind sie zunächst zur Brieffreundschaft gezwungen. Getrennt durch den Eisernen Vorhang versuchen der westdeutsche Linksaktivist und die Thüringer Medizinstudentin, ihre Liebe auf dem Postweg zu finden. Bald folgen Treffen in Prag und Bulgarien – und die große Sehnsucht, zusammenzuleben. Vom Kapitalismus und dem Machtanspruch der USA ohnehin enttäuscht, entscheidet sich Karl-Heinz, in die DDR überzusiedeln. Doch das Leben im Sozialismus fordert einen Preis, denn die Stasi knüpft seinen Aufenthaltstitel an Spionagearbeit in ihrem Dienst. Aus anfänglichem Hofieren wird Schikane, die auch Hedi trifft. Desillusioniert sieht das Paar sich gezwungen, umzudenken. Es entsteht der kühne Plan, Hedi mit falschem Pass über Rumänien nach Westdeutschland ausreisen zu lassen. Doch alles, was schiefgehen kann, geht schief.
Diese spielerisch erzählte Geschichte einer großen Liebe und einer aberwitzigen Flucht eröffnet einen ungewöhnlichen Blick auf die deutsch-deutsche Geschichte: beide Staaten, DDR und Bundesrepublik, sind für die Protagonist*innen Fluchtgrund und Sehnsuchtsort zugleich.
von Vera Brückner
mit Karl-Heinz Stützel, Hedwig Stützel, Brigitte Ulrich, Lothar Thiel, Lisa Rumpel
Deutschland 2022 Deutsch 94’ Farbe Weltpremiere Dokumentarische Form

Mit

  • Karl-Heinz Stützel (Karl-Heinz)
  • Hedwig Stützel (Hedi)
  • Brigitte Ulrich (Gitti)
  • Lothar Thiel (Lothar)
  • Lisa Rumpel (Lisa)

Stab

Regie, BuchVera Brückner
KameraFelix Pflieger
MontageSophie Oldenbourg
MusikGuliano Loli, Florian Paul, Nils Wrasse
Sound DesignAndreas Goldbrunner
TonJannik Flieger, Cornelia Böhm
SzenenbildLisa Geller
AnimationBenedikt Sommer
Grafik DesignBenedikt Sommer
RegieassistenzAnnelie Boros
Ausführende*r Produzent*inNatalie Lambsdorff
Produzent*innenFabian Halbig, Florian Kamhuber, Melanie Gardisch
KoproduktionBayerischer Rundfunk, München
In Zusammenarbeit mitHochschule für Fernsehen und Film, München

Produktion

Vera Brückner

Geboren 1988 in München. 2012 schloss sie ihr Studium an der Hochschule München mit einem Bachelor im Bereich Fotodesign ab. An der HFF München erhielt sie 2021 ihr Diplom in der Abteilung Dokumentarfilmregie und Fernsehpublizistik. Im Studium und darüber hinaus war sie als Regisseurin, Produzentin und Kamerafrau an dokumentarischen, journalistischen und fiktionalen Projekten beteiligt. Zahlreiche Festivals wie DOK Leipzig, Visions du Réel Nyon, CPH:DOX, Cannes Short Film Corner und das Montreal World Film Festival zeigten ihre Arbeiten, für die sie unter anderem den FFF-Förderpreis erhielt.

Filmografie

2013 What Happens When the Heart Just Stops; Kurzfilm 2015 Mars Closer; Kurzfilm · True Stories*New York; dokumentarische Webserie 2019 Nö York (Nay York); Kurzfilm · Kadinin Sesi – Die Stimme der Frau (Kadinin Sesi – The Voice of the Women); Kurzfilm 2022 Sorry Genosse (Sorry Comrade)

Stand Bio- & Filmografie: Berlinale 2022